❧  textanfall

Zwiebelconfit – macht Kurzgebratenes glücklich

… und die, die es essen, gleich mit. Ziebelconfit ist so eine Art Marmelade aus in Wein geköchelten Zwiebeln mit Kräutern und Gewürzen. Es schmeckt perfekt zu Kurzgebratenem und ist leicht herzustellen.

Ich habe mir gestern ein hervorragendes Rindersteak (es war sogar ein Filet, aber ich bin grade etwas krank und darf das) vom Neulandmetzger Gerlach in die Pfanne gehauen und hatte Lust auf Zwiebelconfit als Beilage. Dazu gab es ein Glas desselben Rotweins, den ich zum Kochen genommen habe und helles Brot. Perfekt. Ich war glücklich.

Zwiebelconfit zu kochen ist ganz einfach. In der Tat so einfach, dass man nicht so genaue Mengenangaben benötigt – das entscheidende ist die Zwiebel-Flüssigkeits-Ratio und die passt man während des Köchelns an.

Du brauchst für 1-2 Portionen

  • 2 Handvoll Zwiebeln, am schönsten sieht es aus mit roten Zwiebeln
  • frischen Thymian nach Geschmack, ersatzweise Kräuter der Provence
  • ggf. 1 – 2 Nelken
  • Butter oder Öl
  • Zucker, zum Beispiel Mascobado-Vollrohrzucker
  • Balsamicoessig
  • trockenen Rotwein (der Wein gibt viel Aroma an die Zwiebeln ab, also nicht das schreckliche Zeug nehmen, das vor einem Jahr mal jemand “mitgebracht” hat)
  • ggf. etwas Brühe
  • Salz, Pfeffer
  • ca. 35 Minuten Zeit (man kann aber zwischendrin auch schon was anderes machen)

Die Zwiebeln abziehen und in Spalten zerteilen. Thymian von den Zweigen züpfeln. Butter oder Öl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebeln, den Thymian und die Nelken dazugeben und kurz andünsten, bis die Zwiebeln anfangen glasig zu werden. Dann den Zucker darüberstreuen und gut karamellisieren. Mit einem Schluck Balsamico ablöschen und sofort danach den Rotwein angießen. Auf mittlerer Flamme mit offenem Deckel köcheln, bis die Zwiebeln zerfallen und weich sind und die Flüssigkeit verkocht ist. Man braucht eine ganze Menge von dem Wein, denn die Zwiebeln sollen geradezu marmeladig werden, das dauert ca. 20-30 Minuten. Ich habe die Zwiebeln erst so zwei Daumen breit mit Wein bedeckt und während des Köchelvorganges noch öfters nachgegossen. Man kann auch zwischendrin probieren und, falls das Ganze zu weinig wird, auch ein bisschen Brühe angießen. Am Schluss soll jedenfalls keine Flüssigkeit, allenfalls etwas dickflüssige Nässe übrig sein. Gesalzen wird erst, wenn’s fertig ist – da das Gericht stark einkocht, kann man die Salzmenge sonst gar nicht einschätzen.

Fotos habe ich nicht gemacht, war zu gierig. Und wer mag schon kaltes Steak? Ich nicht.

Das war: Neurezept #1. Zusammengestellt aus zwei verschiedenen Confitrezepten, die ich aus dem Internet gefischt habe.
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