❧  textanfall

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Tag "Web-Fundstücke"

Ein neuer Streich der hier schon zwei  Mal gelobten und verlinkten Illustratorin Wendy MacNaughton (diesmal zusammen mit Isaac Fitzgerald). Pen & Ink, ein kleines aber sehr schönes Tumble-Blog mit abgezeichneten Tattoos und den Geschichten,  die deren Träger dazu erzählen.  Submissions welcome!

 

 

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Ich sehe überall Gesichter!

 

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Diesen wunderbaren Brief fand ich im Blog Letters of Note, das sich bemerkenswerten Korrespondenzen widmet (i.e. sie veröffentlicht). Es handelt sich um ein  Bewerbungsschreiben des – damals noch – Werbetexters und original Mad Man Robert Pirosh für eine Stelle als Drehbuchautor in Hollywood. Später wurde er ein paar Mal für Oscars nominiert, als screenwriter und Regisseur.

Dear Sir:

I like words. I like fat buttery words, such as ooze, turpitude, glutinous, toady. I like solemn, angular, creaky words, such as straitlaced, cantankerous, pecunious, valedictory. I like spurious, black-is-white words, such as mortician, liquidate, tonsorial, demi-monde. I like suave “V” words, such as Svengali, svelte, bravura, verve. I like crunchy, brittle, crackly words, such as splinter, grapple, jostle, crusty. I like sullen, crabbed, scowling words, such as skulk, glower, scabby, churl. I like Oh-Heavens, my-gracious, land’s-sake words, such as tricksy, tucker, genteel, horrid. I like elegant, flowery words, such as estivate, peregrinate, elysium, halcyon. I like wormy, squirmy, mealy words, such as crawl, blubber, squeal, drip. I like sniggly, chuckling words, such as cowlick, gurgle, bubble and burp.

I like the word screenwriter better than copywriter, so I decided to quit my job in a New York advertising agency and try my luck in Hollywood, but before taking the plunge I went to Europe for a year of study, contemplation and horsing around.

I have just returned and I still like words.

May I have a few with you?

Robert Pirosh
385 Madison Avenue
Room 610
New York
Eldorado 5-6024

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Die zunehmende Digitalisierung und Verfacebookisierung der Welt produziert offenbar eine Sehnsucht nach der analogen Ära. “Analog” scheint angesichts des ganzen Publizierens und Teilens von digitalem Plunder schon per se als Qualitätsmerkmal wahrgenommen zu werden. Oder als etwas, mit dem man spielt.

Wir digitalen Einwanderer haben uns über ASCII-Art amüsiert, die digital eingeborene Jugend vergnügt sich mit … der Schreibmaschine. Keira Rathborne jedenfalls machts und nennt das Ganze dann Typewriter Art.

Noch toller find’ ich allerdings, was der Künstler Tyree Callahan macht. Er hat eine Underwood-Schreibmaschine zu einem Chromatic Typewriter umgebaut und kann damit nun auch Farbbilder malen, äh, tippen. Toll. (Danke an Moni, die mich auf diese Fährte gesetzt hat.)

Im Online-Tagesspiegel gibt es ein schönes Porträt des letzten Berliner Schreibmaschinenhändlers, Dietrich Tietz, zu lesen. Melancholisch: Der Porträtierte starb am Tag der Veröffentlichung des Artikels und hat ihn wahrscheinlich nicht mehr gelesen. Ob ihm die kreativen Zweckentfremdungen der Schreibmaschinen gefallen hätten?

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Wusstet Ihr schon, dass Brian Eno mit vollem Namen Brian Peter George St. John le Baptiste de la Salle Eno heißt? Ich nicht. (Und beende jetzt meinen Musikforschungsabend vor dem Computer auch.)

 

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Schreiben ist körperlich nicht so fordernd wie die Arbeit in Bergwerken oder auf seegehenden Schiffen. Doch bestimmte Körperpraxen befördern das Denken und Schreiben: Es ist von vielen Schriftstellern bekannt, dass sie eigene Rituale und Regeln für Speise, Schlaf und sozialen Umgang haben, um überhaupt schreiben zu können. Askese gehört oft dazu. Es scheint, dass es sich leicht hungrig, leicht müde oder leicht frierend besser schreibt als wenn alle körperlichen Bedürfnisse gestillt sind. Die Illustratorin Wendy MacNaughton hat recherchiert und aufgezeichnet, was berühmte Schriftsteller bei der Arbeit so aßen und essen. Im NYTimes-Blog kann mans nachlesen. Interessant! Tief im Schreibprozess steckend verlangt der Körper oft ganz besondere Speise. Essen, das wenig ablenkt (langwierige Zubereitung ist zu vermeiden, außer man lässt kochen); immer gleiches Essen, dessen Verzehr ritualhaft wirkt (um sich in Schreiblaune zu bringen); Essen, das den Organismus nicht belastet (Plenus venter non studet libenter  ← humanistische Bildung vortäuschen mit Google); Essen, dessen Verzehr motorisch herausfordernd ist, um überschüssige Energie abzubauen (nag, nag, nag).

PS: Was esst ihr so, wenn ihr bis zum Kragen in konzentrierter Schreib(tisch)arbeit stecktt?

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Man sagt ja immer, die Jugend hätte sich hemmungslos den sozialen Medien ergeben und würde darob verrohen und verblöden . Das ist aber nicht so. Es gibt durchaus auch Kritik aus den Kreisen junger digital natives. Die zum Beispiel so originell und kreativ geäußert wird wie in dieser Performance. Viel Freude mit 4 Sekunden Video.

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Die Stille nach dem Einwahlrauschen war immer so schön. Wenn man dann endlich “drin” war.

Komisch, dass das Neue Medium trotz aller Beschwerlichkeiten (die “Geschwindigkeit”! mit 28-K-Modem!) gleich so faszinierend war für so viele.

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