Darüber, wie die Alltagsgegenstände von Antarktishelden aussehen, kann man sich leicht ein Bild machen. Denn die Depots und Hütten sind durch das kalte und trockene Polklima gut erhalten, und die Forscher hatten vielfach keine Gelegenheit, zu diesen Orten zurückzukehren und “aufzuräumen”. Socken hängen auf der Leine, Brotlaibe liegen herum, neben der Tür eine Kiste mit Pinguineiern, zur späteren wissenschaftlichen Auswertung bestimmt. Antonio Martínez Ron gewährt uns in seinem Blog Fogonazos einen Einblick in diese Zeitkapseln und zeigt eine Fotostrecke mit den Hütten von Scott und Shackleton.
Wer häufig B2B-Marketing-Broschüren und -Websites liest, kennt sie zu Genüge: ausgeleierte Metaphern, die kaum etwas über ein Unternehmen und seine Produkte verraten. Die britische Agentur Bollington will fortan auf leere Klischées verzichten (ein schöner Vorsatz!) und versammelt auf Website 101 Clichés schon mal all jene Bild- und Sprachmetaphern, die seit langem totgeritten, aber offenbar nicht auszurotten sind.
Sowas zum Beispiel …
▲ Mann, sind wir innovativ. Wir helfen Ihnen, auch
so innovativ zu sein. Wir haben ganz viele Ideen.
▲ “Wir bieten maßgeschneiderte Lösungen.”
▲ “Mit uns sparen Sie bares Geld.”
“Wir helfen Ihnen, wirtschaftlicher zu arbeiten.”
▲ Das ist kein Marketingklischee, sondern ein Bild, das mir gut gefällt.
Ohne Kresse würde so ein Keyboard allerdings bedeuten:
Wir sind ein modernes Unternehmen und wir arbeiten mit
modernen Mitteln für Ihren Erfolg. Sogar mit Computern.
▲ Wir entwickeln die richtige Strategie für Ihr Unternehmen.
(Auch, wenn wir unsere Denkmuskulatur für unser
eigenes Marketing erfolglos angestrengt haben.)
Den Mauszeiger auf die Bilder setzen, um mehr über die Bildurheber zu erfahren.
In allen Lieblingsblogs ist nichts los, die Facebook-Freunde scheinen im Winterschlaf zu liegen und in Ihrem Twitterversum passiert auch grade wenig Aufregendes? Macht nichts, das Social Web ist still very alive and kicking.
Gary Hayes hat diesen Social Media Counter entwickelt, der die Aktivitäten in Blogs, auf Twitter, Facebook & Co. mitloggt und anzeigt. Beeindruckendes Zahlenrattern - mit Retro-Appeal zudem, erinnert Garys Web-2.0-Statistik doch an die animierten Besucherzähler aus dem Webdesign-Pleistozän.
Der Dezember ist Spendenzeit, das ist statistisch belegt. Punkt. Ausgeleierte Polemiken über “Ablasshandel”, “süßer die Kassen nie klingeln” usw. will niemand mehr lesen. Statt dessen verweise ich auf zwei Projekte, bei denen sich mit geringen Beträgen viel bewirken lässt. Statt Geld an eine Riesenorganisation zu überweisen, weiß man hier sehr genau, was man finanziert und hat am Gutsein viel mehr Freude. So ist allen geholfen. Außerdem erlebt man anschaulich, wieviel kleine Beträge anderswo bewirken können: Was für uns ein mittelmäßig ausschweifender Restaurantbesuch ist, kann in anderen Weltgegenden das Leben einer ganzen Familie zum Besseren ändern.
• Klein und wirkungsvoll ist die Esel-Initiative (danke für den Hinweis, Carola!). Sie unterstützt alleinerziehende Mütter in Nepal. Denn da ist die Situation so:
Viele Männer gehen in die Städte, Frauen bleiben mit den Kindern in den Dörfern zurück und müssen alle Arbeit allein verrichten. Wasser, Holz, Dung, Laub und anderes Futter tragen Frauen und Mädchen auf dem Rücken nach Hause, um es dann auf den Dächern und in Scheunen zu lagern. (Zitat von der Website.)
Von den gespendeten Geldern werden für die Frauen Esel, Kühe, Wasserbüffel oder Pferde (als Hebammen-Transportmittel!) gekauft - Tiere, die das Leben in den entlegenen Bergdörfern erheblich vereinfachen. Der gemeinnützige Verein trägt seit 2001 das DZI Spenden-Siegel, gewissermaßen das Prüfsiegel für Hilfsorganisationen.
• Oxfam ist eine unabhängige und mittlerweile ziemlich große Hilfsorganisation, die weltweit operiert. Großstadtbewohner kennen vielleicht die Oxfam-Stores, in denen Kleidung, Haushaltswaren und Anderes für wenig Geld verkauft wird. Die Erlöse werden in Dorfbrunnen, Saatgut oder Schulbücher investiert. OxfamUnverpackt ist ein gut sortierter und ziemlich klasse umgesetzter Online-Spendenstore. Von der Ziege bis zur Schulbank, vom Frauen- bis zum Gesundheitsprojekt - Spender können differenziert auswählen, wen und was Sie unterstützen wollen.
Das Thema Arbeitseffizienz und -produktivität ist ja immer ein brennendes. Zahlreiche Bücher, Zeitschriftenartikel und natürlich auch Blogs widmen sich diesem Sujet. Das aus meiner Sicht beste Blog zum Thema ist das englischsprachige Productivity Blog. Dringende Klickempfehlung!
Die Frauen haben’s nicht grade leicht im Kosmos der Werbeagentur Sterling Cooper (NYC, 60er), aber die Serie Mad Men macht trotzdem süchtig. Und irgendwie muss die Zeit bis zur nächsten Staffel überbrückt werden: so zum Beispiel. Viel Spaß! Ich hoffe, ihr habt heute Nachmittag nichts Wichtiges mehr zu tun …
Heute gibts keinen selbstgemalten Comic, dafür aber den Hinweis auf ein reizendes Spielzeug …
Word Perhect ist eine internetbasierte Textverarbeitungs-Applikation und liegt damit voll im Trend. Anders als der Name suggeriert, orientiert sich die Anwendung nicht am alten WordPerfect (das war bis Anfang der Neunziger mal die Textverarbeitungssoftware, bis Microsoft mit Windows und Word auf den Plan trat), sondern geht noch weiter zurück. Vielleicht kann sich der eine oder andere noch an diese altertümliche Methode erinnern, man nannte das damals einfach “notieren” oder “aufschreiben” und kombiniert das mit dem allgegenwärtigen “Word” (die Microsoft-Variante, ohne “Perfect”). Die Benutzung von Word Perhect ist recht einfach zu erlernen.
Das Blog Very Important Pixelsbenutzt benutzte früher mal dasselbe Theme wie ich - Clean Home - vor allem aber kann man da eine neue Form von Prominentenkarikatur sehen. (Bei Karikaturen gehts ja bekanntermaßen um Vereinfachung plus Wiedererkennbarkeit.) Designer Kristof Saelen reduziert berühmte Rapper, berühmte Blondinen, berühmte Regisseure und andere Celebrities auf rund 200 Pixel hohe Klötzchengrafiken. Großartig etwa die Sopranos, auch wenn ich Tony etwas zu dünn finde. Dafür sind Junior und Paulie sehr gut geraten. Das Wiedererkennen der bunten Pixel-Promis macht in jedem Fall viel Spaß!
E-Books gelten als nüchtern, unsinnlich. Hartgesottene Bücherleser befürchten, dass ihnen das haptische Element beim Lesen fehlt. Nun wurde ein E-Book-Enhancer entwickelt, mit dem schon einmal der Geruch herkömmlicher Druckwerke auch auf E-Book-Readern simuliert werden kann.
Smell of Books™ gibt es bisher in fünf Aromavarianten - vom klassischen Duft neuer Bücher über Antiquariatsmuff bis zu einer romatischen Veilchen-Pferdeduft-Mischung speziell für Austen-Fans (”Scent of Sensibility”).
Der E-Book-Enhancer kommt in einer handlichen Taschensprühdose. Er ist einfach in der Anwendung und kompatibel mit den meisten E-Book-readern und -Dateiformaten sowie mit Digital-Rights-Management-Systemen. Mehr Infos gibt’s beim Hersteller.
Eher ernst gemeinte Meldungen und Neuigkeiten rund ums elektronische Lesen gibt es übrigens in Ansgar Warners Blog-MagazinE-Book-News. Informativ und empfehlenswert!
Und textanfall ist mein Text-Schaufenster, Experimentierfeld und Werkstattbericht. Hier gibt's bereits Veröffentlichtes und neue Themen. Tipps zum Handwerk und interessante Fundstücke aus dem Netz und dem Leben. Kurz: Dinge, die mich interessieren. Und hoffentlich auch die gewogenen Blogbesucher.