❧  textanfall

Archive
Tag "Slogans"

Für Verbraucher sind sie “Reklame”, für kulturgeschichtlich Interessierte sinds Zeitdokumente, und für Texter sind sie natürlich schon aus beruflichen Gründen interessant: Werbeslogans. Slogans lesen kann man nicht nur auf Werbetafeln und in der Zeitung, sondern auch in Online-Datenbanken.

Im Markenlexikon können Sie gezielt nach Slogans und Jingles von A bis Z suchen. Im Portal slogans.de sind auch weniger bekannte Marken und deren Slogans vertreten – oder wüssten Sie auf Anhieb, womit beispielsweise die Naturheilmittel-Marke “Abtei” wirbt oder welches Produkt “Das gute Gefühl der Sicherheit” geben soll (Auflösung nach dem Break)? Die Advertising Hall of Fame leistet ähnliches für den angloamerikanischen Sprachraum.

Am besten gefällt mir der Slogometer bei slogans.de (Abbildung) – eine nach Jahren angeordnete Statistik der 100 meistgebrauchten Wörter in Slogans. Auch eine Art von Zeitgeschichte.

Mehr lesen

Es sind nicht unbedingt die smartesten Jingles und Slogans, die einem im Gedächtnis bleiben. Ganz im Gegenteil, bei besonders witziger Werbung vergesse ich oft, was ich mir doch unbedingt merken soll: die Marke, um die es geht.

Einfache, gern auch leicht blöde Sprüche schaffen es eher in mein und sogar ins kollektive Gedächtnis. So wie “Ich bin zwei Öltanks”, “Was Frisöre können, können nur Frisöre” oder “Da werden Sie geholfen”. Ein Freund von mir, der am 30.9. Geburtstag hat, nennt sein Geburtsdatum grundsätzlich “Wüstenrot-Tag”.

Manchmal passieren im Kopf allerdings auch lustige Sachen mit den Werbesprüchen – zumindest bei mir. Kürzlich ertappte ich mich dabei, wie ich munter trällerte:

Totgesagte leben länger – mit Calgon.

(Wer wirbt womit? Nach dem Break die Auflösung.)

Mehr lesen