Hier publiziert am 8. Januar 2010 | Schlagwort(e): Nutzwert-Texte | 2 Kommentare »
Das winterliche Tief Daisy rollt heran und alle sind in gewaltiger Aufregung: die B.Z. prophezeit 40 cm Neuschnee für die Nacht von Freitag auf Samstag, der Berliner Senat hat Gas- und Stromdienstleister aufgefordert, ihren nichtzahlenden Kunden den Saft erstmal nicht abzudrehen, die S-Bahn bereitet sich bestimmt schon wieder auf weitere “umfangreiche Betriebseinschränkungen” vor und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ruft die Bürger zu Hamsterkäufen auf.
Bei aller Dramatik möchte ich nun dazu auffordern, das Wohl der Hamster nicht völlig aus den Augen zu verlieren. Aufzucht und Haltung in industriellen Hamster-Batterien und der Hamsterverkauf in ungeeigneten Behältnissen sind nicht tiergerecht, sondern schlichtweg barbarisch.

Hamster im Schraubglas bleiben nicht länger frisch als lose Hamster.
Anbieter, die eingeweckte Hamster verkaufen, gehören boykottiert!
Hier publiziert am 12. November 2009 | Schlagwort(e): Nutzwert-Texte, Referenzen, Tooltipps | Den ersten Kommentar schreiben »
Passwörter und Log-in-Daten sicher verstauen - und plattformunabhängig auslesen

Vom Social Web über berufliche Netzwerke bis zum Online-Banking - ohne Nutzernamen, Passwort, Online-ID und Aliasnamen geht gar nichts. Die Verwaltung all dieser Zugangsdaten ist zu einer echten Aufgabe geworden. Denn das Naheliegende - ein leicht zu merkender Begriff wie etwa der Name des Hundes als „Universalpasswort” für alles - ist auch das Unsicherste.
◄ Mit “flocki” bei amazon, eBay und Otto online zu shoppen, ist keine gute Idee.
Sichere Passwörter heißen 72aVJls8 oder 17J,bH,sssvm und davon brauchen Sie möglichst viele - für jeden Online-Shop, jeden Bankzugang und jedes Forum eines. Wenn man nicht gerade ein Gedächtniskünstler ist, braucht man Hilfsmittel, um sich das alles zu merken. Der gute alte Notizzettel fällt aus: zu unübersichtlich, nie zur Hand, wenn man ihn braucht und natürlich zu unsicher. Eine alltagstaugliche, unkomplizierte und sichere Lösung ist die Kombination aus USB-Stick und Passwort-Manager-Software.
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Hier publiziert am 2. November 2009 | Schlagwort(e): Grafik & Co., Microstock, Nutzwert-Links, Nutzwert-Texte | 3 Kommentare »
Microstock-Portale - diese Bilddatenbanken, wo man sich gegen kleines Geld oder gratis Bilder herunterladen kann - gibts inzwischen zuhauf. Die Chancen, dass man dort das passende Bild für das eigene aktuelle Projekt findet, ist groß. Aber was ist, wenn man woanders - beispielsweise auf einer fremden Website oder im eigenen, unaufgeräumten Download-Ordner ein Foto sieht und wissen will, wo es herkommt? Oder umgekehrt, wenn man als Fotograf Bildklauern auf die Schliche kommen will?
TinEye, die umgekehrte Bildsuchmaschine, hilft weiter. Man lädt ein Bild vom eigenen Rechner hoch oder kann einen Bildlink eingeben. Nach einer kurzen Wartezeit lässt einen die Bildsuche wissen, woher das gesuchte Foto stammt. Klappt nicht bei jedem Bild, aber doch bei vielen. Und da die Benutzung kostenfrei und unkompliziert ist, lohnt sich der Versuch allemal.
Edit: Es gibt auch ein Firefox-Add-on für die Bildquellensuche mit TinEye.
(Nach dem Break folgen Details.)
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Hier publiziert am 15. September 2009 | Schlagwort(e): Nutzwert-Texte, Referenzen | Den ersten Kommentar schreiben »
Das Klischee besagt, dass Pilzsammler im Morgengrauen Forst und Hain durchstreifen, Exemplare mit ausgesprochen drolligen Namen in ihre Körbe häufen und griesgrämig die besten Fundstellen gegen Konkurrenten verteidigen. Pilzliebhaber gelten als die Nerds der Wälder.
Doch an Herbstwochenenden sind alle vielversprechenden Waldwege mit den Autos natursehnsüchtiger Städter zugestellt. In den einschlägigen Tram- und S-Bahnlinien genießen Sammler diskret die anerkennenden Blicke der Mitfahrer auf ihren kiloschweren Ertrag. Mehr als zwanzig verschiedene Pilzbestimmungsbücher sind derzeit auf dem Markt und Accessoires wie spezielle Pilzmesser gibt’s in allen Preis- und Ausstattungsklassen. Pilzberatungsstellen und Expertenspaziergänge haben regen Zulauf. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie vertritt nicht nur die Interessen professioneller Pilzforscher, sie betreibt auch umfangreich Pilzaufklärung für Laien. Pilzesammeln ist wohl mehr als nur ein Randgruppenhobby.
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Hier publiziert am 14. September 2009 | Schlagwort(e): Nutzwert-Links, Nutzwert-Texte, Tooltipps | 2 Kommentare »
… und lässt sich nicht versenden. Wer ab und zu KB-lastige Anhänge durch die Datenleitungen schaufeln muss, kennt das Phänomen: eine Mail mit dickem Anhang lässt sich einfach nicht abschicken. Meist liegt das an der Konfiguration des E-Mail-Servers auf Empfängerseite.
Umgehen lässt dich die Schwierigkeit, indem man die Dateien in einen geschützten Bereich des Internets hochlädt. Anstelle des Anhangs versendet man dann nur den Link und der Empfänger kann sich den Datenwust herunterladen, ohne dass sein Mailpostfach strapaziert wird.
Doch nicht jeder hat eigenen Webspace und manch Nutzer ist schon mit dem Hochladen der Daten ins Internet überfordert. Filehosting-Dienste schaffen Abhilfe. Damit laden Sie eine Datei direkt per Browser in einer einfachen Nutzerumgebung hoch, erhalten einen Downloadlink, den Sie dem Empfänger mitteilen, löschen die Datei nach erfolgtem Transfer - fertig.
Links zu solchen Filehosting-Diensten und eine illustrierte Gebrauchsanweisung folgen nach dem Break.
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Hier publiziert am 9. Juli 2009 | Schlagwort(e): Kommunikation & Sprache, Marketing, Nutzwert-Texte, Referenzen | 6 Kommentare »

Journalisten nutzen Online-Medien intensiv für ihre Arbeit. So kann ein gut gepflegtes Online-Pressezentrum auf einer Unternehmenwebsite der erste entscheidende Kontakt für Journalisten und Medienleute sein. Diese Feststellung klingt banal.
Um so erstaunlicher, dass viele Unternehmen ihren Webauftritt nicht besser für Ihre PR-Arbeit nutzen.
Lesen Sie hier, wie Sie mit einem richtig organisierten virtuellen Pressezentrum Journalisten ihre Arbeit leichter machen - und Ihre Chancen auf gute Kontakte zu den Medien erhöhen.
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Hier publiziert am 25. Juni 2009 | Schlagwort(e): Nutzwert-Texte, Referenzen, Tooltipps, Typografie | Den ersten Kommentar schreiben »
Mit dem Computer ist es ganz einfach, richtig schöne und richtige Texte zu schreiben. Oder doch nicht? Der Computer-Tastatur fehlen - wie der Schreibmaschine auch - schlechterdings ein paar Tasten, um alle korrekten Satzzeichen einfach einzugeben. Und so werden die wenigen zur Verfügung stehenden Zeichen entgegen Duden und typografischem Anstand kurzerhand zweckentfremdet: Zoll- und Fußzeichen fungieren als Anführungen, das Minus ist der Strich für alle Zwecke, Abstände zwischen Zeichen sind immer einen Leerschritt lang. Das liest sich nicht gut, das sieht auch nicht schön aus - falsch ist es obendrein.
In der ersten Folge von “Richtiger und schöner tippen” haben Sie erfahren, wie Sie solche speziellen Zeichen mithilfe der Sonderzeichen-Dialoge von Word & Co. in Ihr Dokument bekommen. Hier folgt nun eine Anleitung für Tastaturkürzel-Fans, die auch mit anderen Windows-Programmen funktioniert.
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Hier publiziert am 18. Juni 2009 | Schlagwort(e): Nutzwert-Texte, Referenzen, Tooltipps, Typografie | Den ersten Kommentar schreiben »
Schriftgestaltung steht nicht nur im Dienst der Ästhetik, sondern sorgt idealerweise auch dafür, dass der Sinn des Geschriebenen schnell erfasst werden kann. Im Zeitalter der flächendeckenden Versorgung mit Personal Computern ist angenehme Schriftgestaltung keine Schwierigkeit mehr. Die exakte Interpunktion ist jedoch ein Stiefkind. Zeichensetzung ist zwar auch eine Frage der Schriftgestaltung. Doch der Duden legt fest, welche Anführungszeichen, Gedankenstriche und Leerzeichen korrekt sind. Nur hält sich kaum jemand daran – für diese Zeichen fehlen auf dem Keyboard die Tasten. Lesen Sie hier, wann Sie welches Zeichen brauchen und wie Sie bei der Arbeit mit Word, Open Office & Co. auch selten gebrauchte Zeichen zielsicher in Ihren Text einfügen.
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Hier publiziert am 14. Mai 2009 | Schlagwort(e): Nutzwert-Texte, Stadtgeschichte | Den ersten Kommentar schreiben »
Slaven Rezic hat dafür gesorgt, dass ich heute einen sehr schönen Vormittag hatte. Slaven Rezic ist der Betreiber und auch Entwickler des berliner Fahrrad-Routenplaners BBBike. Und BBBike ist die Lösung für ein Problem, das wohl viele alltagsradelnde Berliner kennen. Denn auch durchaus radelerprobte und ortskundige Leute (wie z.B. ich) können in der großen Stadt nicht immer die schönsten und kürzesten Wege kennen. Will man dann mal in unbekanntere Ecken, fährt man entweder unnötig umständlich oder in graden Linien über die großen Straßen.

BBBike schafft Abhilfe: man gibt Start- und Zielort ein, kann wählen, ob man beispielsweise Hauptstraßen oder Kopfsteinpflaster meiden möchte und wie schnell man fährt. Dann bekommt man eine detaillierte Tourenbeschreibung inklusive geschätzter Zeit und Anzahl der Ampeln zum Ausdruck ausgespuckt. Optisch kommt das Portal spartanisch daher, doch läßt sich’s leicht bedienen. Und auch die Qualität der Wegbeschreibung war hinreichend. Ich bin damit heute gut 30 km durch die Stadt gefahren und habe mich nur einmal vertan. Das lag aber daran, dass ein langes Stück durch Grünanlagen führte, die keine Straßennamen haben und ich mich etwas orientierungslos fühlte. Ich war sehr zufrieden mit dem Service - tolle Sache! Ich habe mich sicher nicht das letzte Mal von BBBike durch die Stadt leiten lassen. (Nach dem Break ist zu lesen, was ich unterwegs erlebt habe.)
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Hier publiziert am 15. November 2008 | Schlagwort(e): Nutzwert-Texte | 5 Kommentare »
Wohl jeder Schreibende kennt das: Man hängt an einer Stelle fest und sucht nach der richtigen Formulierung. Tippen, löschen, tippen, löschen, tippen und es geht nicht vorwärts. Immer wieder dieselbe Wortkette taucht auf. Man mag sich gar nicht von ihr trennen, die Formulierung ist so gelungen - und doch kommt man nicht weiter. “Kill your darlings”, lautet der einprägsam rabiat formulierte Ratschlag der Textprofis für solche Fälle. Kurzen Prozess machen soll man mit den fixen Textideen, damit Gedanken und Text wieder in Fluss kommen. Doch es ist gar nicht so einfach, den blockierenden Satzteil aus dem Hirn zu bekommen. Was hilft? Nach meiner Erfahrung dieses:
- Tilgen Sie die Formulierung überall, wo sie in Ihrem Dokument steht. Auch in Notizen, die auf Ihrem Schreibtisch herumliegen, streichen Sie sie kurzerhand durch - gründlich. Aus den Augen, aus dem Sinn, heißt es nicht ohne Grund, und außerdem erfüllt das beherzte Löschen psychologische Funktion. Hier geht es ja schließlich um einen (Text-)Mord, der vollbracht werden muss.
- Gewinnen Sie Distanz. Atmen Sie durch. Machen Sie eine kurze Pause. Sehen Sie vielleicht aus dem Fenster, holen Sie sich ein neues Glas Wasser, gehen Sie eine Runde durchs Zimmer.
- Setzen Sie sich abseits des Schreibtischs, mit Block und Stift in der Hand. Die räumliche Trennung hilft Ihnen. Überlegen Sie, warum Sie so an Ihrem fatalen Textliebling hingen. Es geht jetzt nicht darum, eine neue Formulierung zu entwickeln (das kann passieren, soll aber nicht Ziel sein). Denken Sie an Inhalte, nicht an die Form! Notieren Sie einfach ein paar sehr lockere Stichworte, brainstormen Sie. Die Kernfragen sind: Was wollte ich eigentlich mit dieser Formulierung aussagen? Welche Funktion sollte sie haben? Wie sollte sie beitragen, die Ziele des Textes zu erreichen?
- Wenn Sie Ihre Bestandsaufnahme abgeschlossen haben - nicht vorher - gehts weiter im Text. Setzen Sie sich mit Ihren Notizen wieder ans Dokument. Ausgehend von Ihrer Bestandsaufnahme sollten Sie nun in der Lage sein, den Faden wieder aufzunehmen und weiterzuspinnen. Also zum Beispiel die Gedanken, die Sie in den Text einbringen wollen, neu zu formulieren oder mit eigenen Mitteln den gewünschten Textsound zu entwickeln.

“Kill your darlings - Formulierungsblockaden überwinden” von Sibylle Mühlke steht unter einer Creative Commons Lizenz. Die nicht-kommerzielle Nutzung ist erlaubt, wenn die Urheberin genannt und der Text nicht verändert wird.