❧  textanfall

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Tag "Nutzwert-Links"

Der Verlag Galileo Press (jaja, es ist auch “meiner“, deswegen bin ich nicht ganz unvoreingenommen) ist ja längst nicht nur Buchproduzent. Seit einigen Jahren gibt es aus dem Hause Galileo auch tolle, schon mehrfach preisgekrönte Video-Trainings. Außerdem sind die Galileos immer sehr freigiebig mit ihrem Know-how, was ich extrem sympathisch finde: von E-Books über Tech-Talks bis hin zu Video-Trailern kann man auf der Site viel Wissen umsonst abstauben (und sich nebenbei von der guten Qualität überzeugen).

Nun hat Galileo ein neues Projekt angeschoben: Blende 8 heißt ein Video-Podcast zum Thema Fotografie, zu finden ist es unter http://foto.galileodesign-podcast.de. Bisher sind erst ein paar Videos zu sehen, die machen jedoch einen guten Eindruck. Thematisch ist es ein Fotografie-Rundumschlag: Kamera-Review, Kauftipps für Stative, Fototipps fürs Studio und Draußen – alles ist dabei. Die Zielgruppe scheinen weniger Profis als ambitionierte Amateure zu sein – ich habe jedenfalls alles gut nachvollziehen können. Sehr nett. Hinklicken, Feed abonnieren (gibts in HD und für iPods)!
Nach dem Break gibts Tipps zum Fotografieren von Panoramen zu sehen. Laden dauert ein kleines Momentchen …

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Nachdem in den vergangenen Wochen schon eine ganze Reihe meiner geschätzten Kolleginnen die vielgelobte Pons-Werbesendung erhalten haben, war ich vor ein paar Tagen auch dran: In meinem Postfach fand sich das individuell bearbeitete Schulheftchen, eingeschlagen in Pons-Grün und bestückt mit einem Artikel aus diesem Blog. Korrektur inklusive. Ich fand das alles sehr schön gemacht und habe mich gefreut, mit meinem Blog doch noch in den Blick der fleißigen Pons-Marketingfrau Anne Pelzer geraten zu sein.

Das Heft macht auf den neuen Online-Rechtschreib-Nachschlagservice aufmerksam. Unter www.pons.eu kann man Zweifelsfälle schnell und kostenlos nachschlagen. Das Portal soll offenbar (auch) für das gedruckte Pons-Nachschlagwerk zur Rechtschreibung werben, das im September erscheint.

Duden ringt um Geltung

Der neue Duden ist jetzt schon da. Seit der Rechtschreibreform eiert das bekannteste aller Sprachnachschlagwerke ganz schön herum und kann sich nicht so recht entscheiden, ob es normativ sein will oder nur abbilden, was sich sprachlich so verändert. Die 5000 zusätzlichen Wörter der neuen Auflage reichen sicher nicht aus, um das, was in unserer Sprache im Fluß ist, zu erfassen. Wer bestimmt, was ins neue Druckwerk kommt?  Geben “Poolnudel” und “Blaufahrer” wichtige Stücke unserer Gegenwart wieder? Bemerkenswert auch der Umgang mit Rechtschreib-Varianten (und davon gibts seit der Reform bekanntlich viele). In der 24., nunmehr der alten, Ausgabe waren die neuen Rechtschreib-Varianten in Rot gedruckt, Empfehlungen der Duden-Redaktion gelb hinterlegt – die gelbe Markierung hatte Vorschlagscharakter. In der aktuellen, der 25. Auflage steht die vom Duden-Verlag bevorzugte Schreibweise immer an erster Stelle. Ganz so, als sei diese Wortvariante richtiger als die anderen. Ist sie aber nicht.

Webvolkes Stimme darf mit entscheiden

Pons geht die Sache entspannter an. Auf dem Online-Portal kann man nämlich nicht nur Wörter nachschlagen. Wenn man meint, ein Begriff fehle in der Wortdatenbank, kann man der Redaktion auch eine kleine Nachricht schicken, um einen neuen Eintrag vorzuschlagen.

Darüber war ich erst gar nicht weiter erstaunt – ans Mitmach-Web hat man sich schließlich auch schon gewöhnt. Vor dem Hintergrund des Duden’schen Ringens um Rang und Geltung finde ich diese Haltung jedoch sehr sympathisch.

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Für Verbraucher sind sie “Reklame”, für kulturgeschichtlich Interessierte sinds Zeitdokumente, und für Texter sind sie natürlich schon aus beruflichen Gründen interessant: Werbeslogans. Slogans lesen kann man nicht nur auf Werbetafeln und in der Zeitung, sondern auch in Online-Datenbanken.

Im Markenlexikon können Sie gezielt nach Slogans und Jingles von A bis Z suchen. Im Portal slogans.de sind auch weniger bekannte Marken und deren Slogans vertreten – oder wüssten Sie auf Anhieb, womit beispielsweise die Naturheilmittel-Marke “Abtei” wirbt oder welches Produkt “Das gute Gefühl der Sicherheit” geben soll (Auflösung nach dem Break)? Die Advertising Hall of Fame leistet ähnliches für den angloamerikanischen Sprachraum.

Am besten gefällt mir der Slogometer bei slogans.de (Abbildung) – eine nach Jahren angeordnete Statistik der 100 meistgebrauchten Wörter in Slogans. Auch eine Art von Zeitgeschichte.

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Der allseits kompetente, freundliche und hilfreiche Briefkastenonkel für Fragen rund um die deutsche Sprache heißt Doktor Bopp. Er ist promovierter Linguist, war für verschiedene Unis und sogar eine Schweizer Bank an verschiedenen linguistischen Projekten beteiligt, arbeitet beim empfehlenswerten Sprachservice Canoo.net mit und beantwortet jede sprachbezogene Frage. Sie können ganz offen mit ihm reden und brauchen keine Scham empfinden. Ob Deklination, Etymologie oder Kongruenz – nichts Sprachliches ist ihm fremd und für alles hat er Verständnis. Und eine ebenso hilfreiche wie fachkundige Antwort. Also: Fragen Sie Dr. Bopp!

Bild: [mk] via Flickr, Foto steht unter Creative-Commons-Lizenz, für Nutzungsbedingungen klicken.
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Auf Anhieb hätte ich nicht behauptet, dass ich dringend Nachschlagwerke aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert brauche. Aber nachdem ich einige Male in Merck’s Warenlexikon (1884; Fundus für Foodies, gleichzeitig vollwertiger Ersatz für die Lektüre des Manufactum-Katalogs) und dem Ratgeber für Familie & Haus (1903 ff; ein universales Nachschlagwerk für alle Lebenslagen – sehr interessant, denn dieses Genre erlebt im Moment ja eine kleine Renaissance) gestöbert und die Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz (1890; gibt auch weniger bibelfesten Menschen den Anschein der Gelehrsamkeit) befragt hatte – ja, da wurde mir klar, dass solch alte Bücher lehrreich und amüsant sind und dass ich sie nicht missen will.

Benutzen kann man sie ganz ohne Antiquariatsbesuch, denn das nicht-kommerzielle Projekt retro-Bibliothek hat diese und einige andere Werke digitalisiert. Durchsuchbar, übersichtlich, schlank und schnell. Sofort bookmarken!

Und: Vielen Dank, liebe fleißige Retro-Bibliothekare!

Übrigens sucht man dort auch noch Mitstreiter, vor allem fürs Korrektorat.

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