Fehlersuche: Website unerreichbar

Hier publiziert am 21. Januar 2010 | Schlagwort(e): , | Den ersten Kommentar schreiben »

Wenn man eine bestimmte Website nicht mehr aufrufen kann, muss das nicht unbedingt bedeuten, dass “diese Internetseite kaputt” ist. Es gibt für solche Ausfälle eine ganze Reihe möglicher Gründe. Meist ist der Spuk ja nach ein paar Stunden vorbei und alles geht wieder. Wenn nicht, muss man allerdings Ursachenforschung betreiben.

Schritt Eins der Fehlersuche ist dann, festzustellen, ob die Website tatsächlich grade vom Netz ist oder ob’s an der eigenen Konfiguration liegt: “Äh, ja, hallo, ich bins. Kannst du mal versuchen, auf dingsbums.de zu gehen - klappt das bei dir? Bei mir nämlich nicht. …… Ah, danke.“ Solche Telefonate kann man sich künftig sparen, denn nun gibts den Service Down for everyone or just me. Verdächtige URL eingeben, ein Klick - und schon weiß man mehr. Praktisch!

Down for everyone, not just me: die W&V-Site war mal ein paar Stunden unerreichbar.


Bildung, Brunnen, Bäume spenden? Unterstützung für ungewöhnliche Projekte

Hier publiziert am 10. Dezember 2009 | Schlagwort(e): , | Den ersten Kommentar schreiben »

Der Dezember ist Spendenzeit, das ist statistisch belegt. Punkt. Ausgeleierte Polemiken über “Ablasshandel”, “süßer die Kassen nie klingeln” usw. will niemand mehr lesen. Statt dessen verweise ich auf zwei Projekte, bei denen sich mit geringen Beträgen viel bewirken lässt. Statt Geld an eine Riesenorganisation zu überweisen, weiß man hier sehr genau, was man finanziert und hat am Gutsein viel mehr Freude. So ist allen geholfen. Außerdem erlebt man anschaulich, wieviel kleine Beträge anderswo bewirken können: Was für uns ein mittelmäßig ausschweifender Restaurantbesuch ist, kann in anderen Weltgegenden das Leben einer ganzen Familie zum Besseren ändern.

• Klein und wirkungsvoll ist die Esel-Initiative (danke für den Hinweis, Carola!). Sie unterstützt alleinerziehende Mütter in Nepal. Denn da ist die Situation so:

Viele Männer gehen in die Städte, Frauen bleiben mit den Kindern in den Dörfern zurück und müssen alle Arbeit allein verrichten. Wasser, Holz, Dung, Laub und anderes Futter tragen Frauen und Mädchen auf dem Rücken nach Hause, um es dann auf den Dächern und in Scheunen zu lagern. (Zitat von der Website.)

Von den gespendeten Geldern werden für die Frauen Esel, Kühe, Wasserbüffel oder Pferde (als Hebammen-Transportmittel!) gekauft - Tiere, die das Leben in den entlegenen Bergdörfern erheblich vereinfachen. Der gemeinnützige Verein trägt seit 2001 das DZI Spenden-Siegel, gewissermaßen das Prüfsiegel für Hilfsorganisationen.

• Oxfam ist eine unabhängige und mittlerweile ziemlich große Hilfsorganisation, die weltweit operiert. Großstadtbewohner kennen vielleicht die Oxfam-Stores, in denen Kleidung, Haushaltswaren und Anderes für wenig Geld verkauft wird. Die Erlöse werden in Dorfbrunnen, Saatgut oder Schulbücher investiert. OxfamUnverpackt ist ein gut sortierter und ziemlich klasse umgesetzter Online-Spendenstore. Von der Ziege bis zur Schulbank, vom Frauen- bis zum Gesundheitsprojekt - Spender können  differenziert auswählen, wen und was Sie unterstützen wollen.


Woher stammt das Bild? Bildquellen online suchen

Hier publiziert am 2. November 2009 | Schlagwort(e): , , , | 3 Kommentare »

Microstock-Portale - diese Bilddatenbanken, wo man sich gegen kleines Geld oder gratis Bilder herunterladen kann - gibts inzwischen zuhauf. Die Chancen, dass man dort das passende Bild für das eigene aktuelle Projekt findet, ist groß. Aber was ist, wenn man woanders - beispielsweise auf einer fremden Website oder im eigenen, unaufgeräumten Download-Ordner ein Foto sieht und wissen will, wo es herkommt? Oder umgekehrt, wenn man als Fotograf Bildklauern auf die Schliche kommen will?

TinEye, die umgekehrte Bildsuchmaschine, hilft weiter. Man lädt ein Bild vom eigenen Rechner hoch oder kann einen Bildlink eingeben. Nach einer kurzen Wartezeit lässt einen die Bildsuche wissen, woher das gesuchte Foto stammt. Klappt nicht bei jedem Bild, aber doch bei vielen. Und da die Benutzung kostenfrei und unkompliziert ist, lohnt sich der Versuch allemal.

Edit: Es gibt auch ein Firefox-Add-on für die Bildquellensuche mit TinEye.

(Nach dem Break folgen Details.)

Ja, weiter »


Mein Sieg über die Materie

Hier publiziert am 26. Oktober 2009 | Schlagwort(e): , | Den ersten Kommentar schreiben »

In schwachen Momenten glaube ich an einen Kampf Dingwelt vs. Menschheit und vermute, dass wir mitten in einer Zermürbungsschlacht sitzen. Der Aufstand der Maschinen kommt nicht mit Explosionen und zusammenstürzenden Betonwänden, sondern mit dieser großen Kiste voller Akkus, Netzteile und verfilzter Kabel, die jeder irgendwo stehen hat. Und mit den Knöpfen an der Retro-Digitaluhr, die ich zwei Mal jährlich umstellen muss. Die Reihenfolge, in der man welchen Knopf wie oft drücken muss, um die Uhrzeit zu ändern, kann sich kein Mensch merken. Deswegen suche ich zwei Mal im Jahr die Gebrauchsanweisung.

Gestern habe ich viel Zeit gespart, denn unter usersmanualguide.com finden sich haufenweise Anleitungen, mit deren Hilfe wir diese ganzen sturen, hämischen elektronischen Geräte mal wieder so richtig Mores lehren können. Als nächstes ist der “Kurzwahlspeicher” meines Telefons dran. Ha!


Online, live, bunt, schön

Hier publiziert am 30. September 2009 | Schlagwort(e): | Den ersten Kommentar schreiben »

Schön im Sinne von erfreulich sind Nachrichten ja meistens nicht. Immerhin schön anzusehen sind sie bei Newsmap. Das Nachrichten-Mash-Up wertet die Nachrichten aus 15 verschiedenen Ländern aus (Auswahl über Karteireiter) und arrangiert sie bunten Kästchen. Je heller das Farbfeld, desto neuer die Meldung. Die Farbtöne stehen für die verschiedenen Ressorts, die per Optionshäkchen (rechts unten) auch abgewählt werden können. Mouse-over führt zu einer Kurzvorschau, Klick zur originalen Nachrichtenquelle. Newsmap funktioniert außerdem wie eine Nachrichtensuchmaschine: mittels Suchfeld lässt sich nach einzelnen Begriffen, Personen oder Themen suchen. Das Suchergebnis wird ebenfalls in bunten Rechtecken ausgegeben. Ich finds nützlich und hübsch und habe den Link in meine Lesezeichen-Symbolleiste gepackt.


Hilfe, meine Mail ist zu groß …

Hier publiziert am 14. September 2009 | Schlagwort(e): , , | 2 Kommentare »

… und lässt sich nicht versenden. Wer ab und zu KB-lastige Anhänge durch die Datenleitungen schaufeln muss, kennt das Phänomen: eine Mail mit dickem Anhang lässt sich einfach nicht abschicken. Meist liegt das an der Konfiguration des E-Mail-Servers auf Empfängerseite.

Umgehen lässt dich die Schwierigkeit, indem man die Dateien in einen geschützten Bereich des Internets hochlädt. Anstelle des Anhangs versendet man dann nur den Link und der Empfänger kann sich den Datenwust herunterladen, ohne dass sein Mailpostfach strapaziert wird.

Doch nicht jeder hat eigenen Webspace und manch Nutzer ist schon mit dem Hochladen der Daten ins Internet überfordert. Filehosting-Dienste schaffen Abhilfe. Damit laden Sie eine Datei direkt per Browser in einer einfachen Nutzerumgebung hoch, erhalten einen Downloadlink, den Sie dem Empfänger mitteilen, löschen die Datei nach erfolgtem Transfer - fertig.

Links zu solchen Filehosting-Diensten und eine illustrierte Gebrauchsanweisung folgen nach dem Break.

Ja, weiter »


Fotowissen im Videoblog - Blende 8

Hier publiziert am 21. August 2009 | Schlagwort(e): , | Den ersten Kommentar schreiben »

Der Verlag Galileo Press (jaja, es ist auch “meiner“, deswegen bin ich nicht ganz unvoreingenommen) ist ja längst nicht nur Buchproduzent. Seit einigen Jahren gibt es aus dem Hause Galileo auch tolle, schon mehrfach preisgekrönte Video-Trainings. Außerdem sind die Galileos immer sehr freigiebig mit ihrem Know-how, was ich extrem sympathisch finde: von E-Books über Tech-Talks bis hin zu Video-Trailern kann man auf der Site viel Wissen umsonst abstauben (und sich nebenbei von der guten Qualität überzeugen).

Nun hat Galileo ein neues Projekt angeschoben: Blende 8 heißt ein Video-Podcast zum Thema Fotografie, zu finden ist es unter http://foto.galileodesign-podcast.de. Bisher sind erst ein paar Videos zu sehen, die machen jedoch einen guten Eindruck. Thematisch ist es ein Fotografie-Rundumschlag: Kamera-Review, Kauftipps für Stative, Fototipps fürs Studio und Draußen - alles ist dabei. Die Zielgruppe scheinen weniger Profis als ambitionierte Amateure zu sein - ich habe jedenfalls alles gut nachvollziehen können. Sehr nett. Hinklicken, Feed abonnieren (gibts in HD und für iPods)!
Nach dem Break gibts Tipps zum Fotografieren von Panoramen zu sehen. Laden dauert ein kleines Momentchen … Ja, weiter »


Pons: Online-Rechtschreibung zum Mitmachen

Hier publiziert am 31. Juli 2009 | Schlagwort(e): , | 2 Kommentare »

Nachdem in den vergangenen Wochen schon eine ganze Reihe meiner geschätzten Kolleginnen die vielgelobte Pons-Werbesendung erhalten haben, war ich vor ein paar Tagen auch dran: In meinem Postfach fand sich das individuell bearbeitete Schulheftchen, eingeschlagen in Pons-Grün und bestückt mit einem Artikel aus diesem Blog. Korrektur inklusive. Ich fand das alles sehr schön gemacht und habe mich gefreut, mit meinem Blog doch noch in den Blick der fleißigen Pons-Marketingfrau Anne Pelzer geraten zu sein.

Das Heft macht auf den neuen Online-Rechtschreib-Nachschlagservice aufmerksam. Unter www.pons.eu kann man Zweifelsfälle schnell und kostenlos nachschlagen. Das Portal soll offenbar (auch) für das gedruckte Pons-Nachschlagwerk zur Rechtschreibung werben, das im September erscheint.

Duden ringt um Geltung

Der neue Duden ist jetzt schon da. Seit der Rechtschreibreform eiert das bekannteste aller Sprachnachschlagwerke ganz schön herum und kann sich nicht so recht entscheiden, ob es normativ sein will oder nur abbilden, was sich sprachlich so verändert. Die 5000 zusätzlichen Wörter der neuen Auflage reichen sicher nicht aus, um das, was in unserer Sprache im Fluß ist, zu erfassen. Wer bestimmt, was ins neue Druckwerk kommt?  Geben “Poolnudel” und “Blaufahrer” wichtige Stücke unserer Gegenwart wieder? Bemerkenswert auch der Umgang mit Rechtschreib-Varianten (und davon gibts seit der Reform bekanntlich viele). In der 24., nunmehr der alten, Ausgabe waren die neuen Rechtschreib-Varianten in Rot gedruckt, Empfehlungen der Duden-Redaktion gelb hinterlegt - die gelbe Markierung hatte Vorschlagscharakter. In der aktuellen, der 25. Auflage steht die vom Duden-Verlag bevorzugte Schreibweise immer an erster Stelle. Ganz so, als sei diese Wortvariante richtiger als die anderen. Ist sie aber nicht.

Webvolkes Stimme darf mit entscheiden

Pons geht die Sache entspannter an. Auf dem Online-Portal kann man nämlich nicht nur Wörter nachschlagen. Wenn man meint, ein Begriff fehle in der Wortdatenbank, kann man der Redaktion auch eine kleine Nachricht schicken, um einen neuen Eintrag vorzuschlagen.

Darüber war ich erst gar nicht weiter erstaunt - ans Mitmach-Web hat man sich schließlich auch schon gewöhnt. Vor dem Hintergrund des Duden’schen Ringens um Rang und Geltung finde ich diese Haltung jedoch sehr sympathisch.


Slogan-Sammlungen - 5 nützliche Links

Hier publiziert am 2. Juni 2009 | Schlagwort(e): , | 2 Kommentare »

Für Verbraucher sind sie “Reklame”, für kulturgeschichtlich Interessierte sinds Zeitdokumente, und für Texter sind sie natürlich schon aus beruflichen Gründen interessant: Werbeslogans. Slogans lesen kann man nicht nur auf Werbetafeln und in der Zeitung, sondern auch in Online-Datenbanken.

Im Markenlexikon können Sie gezielt nach Slogans und Jingles von A bis Z suchen. Im Portal slogans.de sind auch weniger bekannte Marken und deren Slogans vertreten - oder wüssten Sie auf Anhieb, womit beispielsweise die Naturheilmittel-Marke “Abtei” wirbt oder welches Produkt “Das gute Gefühl der Sicherheit” geben soll (Auflösung nach dem Break)? Die Advertising Hall of Fame leistet ähnliches für den angloamerikanischen Sprachraum.

Am besten gefällt mir der Slogometer bei slogans.de (Abbildung) - eine nach Jahren angeordnete Statistik der 100 meistgebrauchten Wörter in Slogans. Auch eine Art von Zeitgeschichte.

Ja, weiter »


Dr. Sommer für Sprachliches

Hier publiziert am 27. Mai 2009 | Schlagwort(e): | 2 Kommentare »

Der allseits kompetente, freundliche und hilfreiche Briefkastenonkel für Fragen rund um die deutsche Sprache heißt Doktor Bopp. Er ist promovierter Linguist, war für verschiedene Unis und sogar eine Schweizer Bank an verschiedenen linguistischen Projekten beteiligt, arbeitet beim empfehlenswerten Sprachservice Canoo.net mit und beantwortet jede sprachbezogene Frage. Sie können ganz offen mit ihm reden und brauchen keine Scham empfinden. Ob Deklination, Etymologie oder Kongruenz - nichts Sprachliches ist ihm fremd und für alles hat er Verständnis. Und eine ebenso hilfreiche wie fachkundige Antwort. Also: Fragen Sie Dr. Bopp!

Bild: [mk] via Flickr, Foto steht unter Creative-Commons-Lizenz, für Nutzungsbedingungen klicken.