❧  textanfall

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Tag "Marketing"

Die Designagentur Pentagram hat ein nettes Onlinespielchen lanciert, bei dem sowohl die Form des “Psychotests” also auch Fragestellung (“Welche Type sind Sie?”) einen besonderen Twist bekommen. Denn für den Test muss man nicht irgendwelche Kästchen ankreuzen und auszählen, sondern man sitzt einem leibhaftigen – na gut, abgefilmten – Pschoanalytiker(darsteller) gegenüber. Und es geht auch nicht um Persönlichkeitstypen, sondern um Schrifttypen. Toll umgesetzt und unterhaltsam. Virales Marketing geht auch ohne Schenkeldreschhumor und YouTube-Filme!

Ich bin übrigens die Cooper Black Italic:

Cooper Black Italic is a heavy but generous font with soft serifs, casual curves and a pleasant incliniation and no hint of sharpness about it. If you are an imposing sort of person who does not hang after leanness and fitness but is happy with their life and their love handles then Cooper Black Italic is your type.

Das mit den “casual curves” gefällt mir! Und das Leben als Verdana oder gar als maschinenlesbare OCR-A stelle ich mir auch furchtbar langweilig vor!

(Danke für den Link.)

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Wer häufig B2B-Marketing-Broschüren und -Websites liest, kennt sie zu Genüge: ausgeleierte Metaphern, die kaum etwas über ein Unternehmen und seine Produkte verraten. Die britische Agentur Bollington will fortan auf leere Klischées verzichten (ein schöner Vorsatz!) und versammelt auf Website 101 Clichés schon mal all jene Bild- und Sprachmetaphern, die seit langem totgeritten, aber offenbar nicht auszurotten sind.

Sowas zum Beispiel …

▲  Mann, sind wir innovativ. Wir helfen Ihnen, auch
so innovativ zu sein. Wir haben ganz viele Ideen.

▲  “Wir bieten maßgeschneiderte Lösungen.”

▲  “Mit uns sparen Sie bares Geld.”
“Wir helfen Ihnen, wirtschaftlicher zu arbeiten.”

▲  Das ist kein Marketingklischee, sondern ein Bild, das mir gut gefällt.
Ohne Kresse würde so ein Keyboard allerdings bedeuten:
Wir sind ein modernes Unternehmen und wir arbeiten mit
modernen Mitteln für Ihren Erfolg. Sogar mit Computern.

▲  Wir entwickeln die richtige Strategie für Ihr Unternehmen.
(Auch, wenn wir unsere Denkmuskulatur für unser
eigenes Marketing erfolglos angestrengt haben.)

Den Mauszeiger auf die Bilder setzen, um mehr über die Bildurheber zu erfahren.

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Nachdem in den vergangenen Wochen schon eine ganze Reihe meiner geschätzten Kolleginnen die vielgelobte Pons-Werbesendung erhalten haben, war ich vor ein paar Tagen auch dran: In meinem Postfach fand sich das individuell bearbeitete Schulheftchen, eingeschlagen in Pons-Grün und bestückt mit einem Artikel aus diesem Blog. Korrektur inklusive. Ich fand das alles sehr schön gemacht und habe mich gefreut, mit meinem Blog doch noch in den Blick der fleißigen Pons-Marketingfrau Anne Pelzer geraten zu sein.

Das Heft macht auf den neuen Online-Rechtschreib-Nachschlagservice aufmerksam. Unter www.pons.eu kann man Zweifelsfälle schnell und kostenlos nachschlagen. Das Portal soll offenbar (auch) für das gedruckte Pons-Nachschlagwerk zur Rechtschreibung werben, das im September erscheint.

Duden ringt um Geltung

Der neue Duden ist jetzt schon da. Seit der Rechtschreibreform eiert das bekannteste aller Sprachnachschlagwerke ganz schön herum und kann sich nicht so recht entscheiden, ob es normativ sein will oder nur abbilden, was sich sprachlich so verändert. Die 5000 zusätzlichen Wörter der neuen Auflage reichen sicher nicht aus, um das, was in unserer Sprache im Fluß ist, zu erfassen. Wer bestimmt, was ins neue Druckwerk kommt?  Geben “Poolnudel” und “Blaufahrer” wichtige Stücke unserer Gegenwart wieder? Bemerkenswert auch der Umgang mit Rechtschreib-Varianten (und davon gibts seit der Reform bekanntlich viele). In der 24., nunmehr der alten, Ausgabe waren die neuen Rechtschreib-Varianten in Rot gedruckt, Empfehlungen der Duden-Redaktion gelb hinterlegt – die gelbe Markierung hatte Vorschlagscharakter. In der aktuellen, der 25. Auflage steht die vom Duden-Verlag bevorzugte Schreibweise immer an erster Stelle. Ganz so, als sei diese Wortvariante richtiger als die anderen. Ist sie aber nicht.

Webvolkes Stimme darf mit entscheiden

Pons geht die Sache entspannter an. Auf dem Online-Portal kann man nämlich nicht nur Wörter nachschlagen. Wenn man meint, ein Begriff fehle in der Wortdatenbank, kann man der Redaktion auch eine kleine Nachricht schicken, um einen neuen Eintrag vorzuschlagen.

Darüber war ich erst gar nicht weiter erstaunt – ans Mitmach-Web hat man sich schließlich auch schon gewöhnt. Vor dem Hintergrund des Duden’schen Ringens um Rang und Geltung finde ich diese Haltung jedoch sehr sympathisch.

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Journalisten nutzen Online-Medien intensiv für ihre Arbeit. So kann ein gut gepflegtes Online-Pressezentrum auf einer Unternehmenwebsite der erste entscheidende Kontakt für Journalisten und Medienleute sein. Diese Feststellung klingt banal.

Um so erstaunlicher, dass viele Unternehmen ihren Webauftritt nicht besser für Ihre PR-Arbeit nutzen.

Lesen Sie hier, wie Sie mit einem richtig organisierten virtuellen Pressezentrum Journalisten ihre Arbeit leichter machen – und Ihre Chancen auf gute Kontakte zu den Medien erhöhen.

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