Gebackenes Glück - Torte ist Seelenfutter
Hier publiziert am 6. Mai 2010 | Schlagwort(e): Foodista, In Berlin, Lecker! | 2 Kommentare »Der Frühling war mal kurz da, nun ist er schon wieder weg. Maximal sieben Grad und Regen lautet die Tagesprognose. Zeit, sich ein wenig zu trösten - bei Kaffee und Torte beispielsweise. Ich verrate drei exquisite Berliner Adressen für Gebäcksüchtige. (Dieser Artikel erschien zuerst am 20.03. in der taz.)
Torte essen ist piefig, irgendwie maßlos, es macht dick, und ungesund ist es sowieso - warum hat das feine Gebäck eigentlich so ein Imageproblem? Möglicherweise, weil der allgegenwärtige Massenmampf aus der Großbäckerei tatsächlich eine perfide Mischung aus Zucker, Fett und Aromastoffen ist. Doch gute Torte ist Glücksnahrung! Ihr Verzehr erzeugt Wohlgefühl, sofort. Sie macht den Alltag besser und Feste festlicher. Sie duftet leise nach Butter und Vanille, sie zerfällt auf der Zunge und schmeckt nach Schokolade, Marzipan oder Obst, nach Heimat und nach Trost. Allerdings: Torte in Seelenfutterqualität findet man nicht an jeder Ecke. Diese Einsicht treibt nicht nur tortenlüsterne Gourmets um. Auf der Suche nach der guten Torte haben einige BerlinerInnen ihre Biografie umgekrempelt und das leckere Lebensmittel zu ihrem Lebensinhalt gemacht. Jetzt fertigen sie Torten mit hohem Qualitätsanspruch - und finden dabei den Geschmack „wie von früher”, kreative Freiheit oder den idealen Arbeitsflow.
