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Tag "In Berlin"

Lokal produzierte Imkerhonige schmecken köstlich. Sie sind im konventionellen Lebensmittelhandel kaum zu finden – neuerdings aber im Internet. Ich habe einen Artikel zum Thema geschrieben, der am 17. Juli in der taz erschien.

Das Summen über der Stadt

Auf dem Kreuzberger Dach stehen drei große Kästen in der Sonne. Tritt man näher, hört man es summen, ein leichter Wachsgeruch liegt in der Luft – es sind Bienenstöcke. Sabine Wagner ist Stadtimkerin, seit fünf Jahren hält sie Bienenvölker oben auf dem “Heilehaus” in der Waldemarstraße. Bienen in der Großstadt? Das ist weniger exotisch, als es scheint. In Berlin wird fleißig geimkert – auf Dächern, in Parks, auf Brachflächen und sogar am Rand von Friedhöfen. 560 Berliner Imker zählt der Deutsche Imkerbund, dazu kommen noch die Individualisten ohne Vereinsmitgliedschaft.

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Im Jüdischen Museum Berlin ist gerade die Ausstellung Helden, Freaks und Superrabbis zu sehen. Bis zum 8. August läuft die Ausstellung noch -  aber am besten jetzt gleich reingehen, man kennt das, zwei Tage nach dem Ende einer monatelang geöffneten Ausstellung fällt einem plötzlich wieder ein, dass man da dringend hinwollte und dann hat mans doch verpasst.

Einen Anlass zum Museumsbesuch gibts etwa am 2. Juni. Dann nämlich veranstalten das Museum und die Stadtzeitung zitty einen Comicquiz. Um 19:30 h in der Museumsbar (kommt jemand mit?). So richtig mit Teams (wenn man will – die Formation von AdHoc-Teams ist auch möglich), Getränken, Moderation und was man so braucht für ein gelungenes Besserwisserspektakel.

Wer vorab testen möchte, ob er oder sie fit genug ist für die Herausforderung, kann auf der Museumswebsite wechselnde Quizfragen beantworten. Zu gewinnen gibts natürlich Comics.  Die Antwort auf die aktuelle Quizfrage ist, glaube ich, diese (s. Abb. links; es handelt sich um die Dame im Vordergrund).

Einen wunderbaren interaktiven Webcomic hat das Jüdische Museum übrigens auch spendiert. Gezeichnet hat den, wenn ich das richtig sehe, der lustige Mawil (oder kann noch jemand solche Häschen?!). Die Wörter Scott McCloud und Infinite Canvas und Nicht-Lineares Erzählen brauch’ ich nicht noch extra erwähnen, oder? In jedem Fall: Klickfreude wird belohnt!

PS: Im Berliner Fachblatt für englischsprachige Ex-Pats, dem Ex-Berliner, gibt’s anlässlich der Ausstellung ein Art-Spiegelman-Interview. Auf Englisch, versteht sich.

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Bisher gab es hier Freitags ab und zu von mir verfertigte Comix zu sehen, nun erweitere ich das Konzept »Comicfreitag« ein bißchen und werde an Freitagen häufiger über Comics berichten. Zum Beispiel über den Gratiscomictag, der am 8. Mai (Samstag) stattfindet.

Der Gratiscomictag ist eine gute Sache: eine ganze Menge Zeichner und  Verlage haben extra Comics für diesen Anlass produziert, diese werden an den einschlägigen Fachhandel verteilt und dort wiederum kann man versuchen, einige der Heftchen um umme zu ergattern. Sicherlich nicht alle 30 der Gratis-Comics auf einmal, aber hoffentlich ein paar. Flankiert wird das Ganze von Aktionen wie Signierstunden, Partys und Zeichenkursen und so.

Ich freu mich gleich doppelt, denn am 8. Mai ist auch die Lange Buchnacht auf der Kreuzberger Oranienstraße. Der dort ansässige Comicladen Modern Graphics lässt es richtig krachen deswegen. Bespielt wird nicht nur der eigenen Laden, sondern auch noch einige weitere Orte rund um die O’straße, zum Beispiel die Dachetage des Kreuzberg Museums und die schöne Kneipe Max & Moritz. Und außerdem signiert Mawil im Groben Unfug in Mitte und abends dann auch bei Modern Graphics. Und auch bei Comics & Graphics auf der Prenzlauer Allee ist allerhand los.

Ich freu mich schon!

PS: Lieber Mawil, ich bin schon lange dein Fan. Ich habe sogar noch fotokopierte Supa-Lumpi-Hefte von dir. Ich hoffe, du bist mir nicht böse, dass ich mir obiges Bild entliehen habe, um für den Gratiscomictag Reklame zu machen. Falls doch, sag Bescheid, dann lösch ich’s schnell wieder.

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Der Frühling war mal kurz da, nun ist er schon wieder weg. Maximal sieben Grad und Regen lautet die Tagesprognose. Zeit, sich ein wenig zu trösten – bei Kaffee und Torte beispielsweise. Ich verrate drei exquisite Berliner Adressen für Gebäcksüchtige. (Dieser Artikel erschien zuerst am 20.03. in der taz.)

Torte essen ist piefig, irgendwie maßlos, es macht dick, und ungesund ist es sowieso – warum hat das feine Gebäck eigentlich so ein Imageproblem? Möglicherweise, weil der allgegenwärtige Massenmampf aus der Großbäckerei tatsächlich eine perfide Mischung aus Zucker, Fett und Aromastoffen ist. Doch gute Torte ist Glücksnahrung! Ihr Verzehr erzeugt Wohlgefühl, sofort. Sie macht den Alltag besser und Feste festlicher. Sie duftet leise nach Butter und Vanille, sie zerfällt auf der Zunge und schmeckt nach Schokolade, Marzipan oder Obst, nach Heimat und nach Trost. Allerdings: Torte in Seelenfutterqualität findet man nicht an jeder Ecke. Diese Einsicht treibt nicht nur tortenlüsterne Gourmets um. Auf der Suche nach der guten Torte haben einige BerlinerInnen ihre Biografie umgekrempelt und das leckere Lebensmittel zu ihrem Lebensinhalt gemacht. Jetzt fertigen sie Torten mit hohem Qualitätsanspruch – und finden dabei den Geschmack „wie von früher”, kreative Freiheit oder den idealen Arbeitsflow.

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Am Samstag bin ich in die Eröffnungsfeier eines kleinen, aber sehr netten und kulinarisch überaus erfreulichen Tortenladens in Kreuzberg geraten. Ausgerechnet in der Oppelner Straße 34 – in dem Haus war eine meiner ersten Berliner Wohnungen! – hat das Café Sissy we lalusch eröffnet. Der ungewöhnliche Name ist englisch-hebräisch und bedeutet “Sissy (sein) und (Teig) kneten”, oder so ähnlich … Der Laden ist klein, hell und luftig eingerichtet, man sitzt unter fröhlicher Prilblumentapete auf Kinostühlen und kann beim Tortemampfen der Inhaberin zusehen, wie an der beeindruckenden italienischen Kaffeemaschine werkt oder ihre Torten verziert (gebacken wird hinten, die Dekostation steht vorne im Laden). Der Capuccino war wirklich lecker und dass es meine Lieblingstarte gab (au Citron), hat mich gleich sehr für die backende Sissy eingenommen.

Neben den Kuchen und Torten für die eigene Vitrine und verschiedene Berliner Cafés werden hier auch ziemlich abgefahrene Tortenkreationen auf Bestellung gefertigt. So wie zum Beispiel diese hier (danke an vitamin a design für die professionellen Fotos!). Bravere Kuchen darf man natürlich auch bestellen und überhaupt gibt es alles auch zum Mitnehmen.

Ich werde hier sicher noch öfter vorbeikommen, denn mit dem Rad bin ich vom Büro aus in zehn Minuten da. Sobald es wärmer wird, sollen auch draußen ein paar Tische und Stühle stehen. Ich weiß es doch genau, diese Straßenseite bekommt Nachmittagssonne. Hmh!

Sissy we lalusch
Café – Kuchen – Torten
Zum Gleichessen – zum Mitnehmen – auf Bestellung
Telefon: 030 – 255 86 722
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Oppelner Straße 34
10997 Berlin
U-Bahn Schlesisches Tor
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Öffnungszeiten:
Montags Ruhetag
Dienstag bis Freitag 10 – 19 Uhr
Wochenends 12 – 19 Uhr
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Ein sehr schönes Lied, mit vollem Körpereinsatz präsentiert. Erics neue Platte erscheint im März, das ist die erste Single daraus. Klicken, hören, happier werden (doch, das klappt).

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