Erfrischendes

Hier publiziert am 5. Juli 2010 | Schlagwort(e): , | 6 Kommentare »

Brausereklame aus Norwegen.
Zusatzfrage: Seit wann heißt eigentlich das Getränk “Brause”
und nicht mehr die Vorrichtung zur Körperreinigung?


“Visual Journalism” - Englischsprecher, ihr habt’s gut

Hier publiziert am 8. Juni 2010 | Schlagwort(e): , , | 2 Kommentare »

Dies ist ein Blogpost mit gleich drei Sujets: ein bißchen Sprachkritik, ein bißchen Bericht von meinem Schreibtisch und eine Buch- und Linkempfehlung. Eigentlich soll man Botschaften ja immer schön fokussieren etc., aber da ich die Herrin in meinem eigenen (Blog)haus bin, mach ich das einfach mal so und serviere euch einen Themeneintopf.

Manchmal beneide ich alle, deren Muttersprache Englisch oder Amerikanisch ist. Einige Begriffe sind da einfach treffender, voller und zeitgemäßer. So gibt es Graphic Novels anstelle der - ja, was? Comicromane? Und Infografik heißt Visual Journalism. Bei “Infografik” denkt man ja sofort an dröge Tortendiagramme und fade Balkengrafiken. Der Begriff Visual Journalism klingt nicht nur viel sexier und spannender und relevanter, er gibt auch viel besser die komplexe Arbeit eines Infografikers wieder - wie ich weiß, seit ich Jan Schwochow, den Chef der berühmten Agentur Golden Section Graphics im vergangenen Jahr mal interviewen durfte (der Artikel erschien in der Special-Interest-Zeitschrift Illustrator Aktuell/Service und ist leider nicht online zu sehen). Und wie ich darauf komme? Ich lese und betrachte gerade das tolle Buch The Visual Miscellaneum: A Colorful Guide to the World’s Most Consequential Trivia des Briten David McCandless. Wer sich auch nur im entferntesten für a) Gestaltung b) Infografik und c) Trivia interessiert, wird viel Freude daran haben. Der Autor hat auch eine Website, sie hat den schönen Titel Information is Beautiful, dort kann man sich selbst davon überzeugen, dass, ja, Information etwas sehr Schönes ist.


Pfannenschlag, Treuchtlinger und Feldkieker - lyrische Wurstnamen

Hier publiziert am 29. Januar 2010 | Schlagwort(e): , , | Den ersten Kommentar schreiben »

O Deutschland, deine Würste! Seit langem gibt es bei der ZEIT Online eine Serie namens Deutschlandkarte. In Form origineller, toll umgesetzter Infografiken bekommt man statistische Informationen zu allerlei kuriosen Themen. Beispielsweise: Wo gibts die meisten Wildschweine (Hessen), wo dreht die deutsche Filmindustrie am liebsten (Berlin vor Köln und München) oder welche kuriosen Namen geben Gemeinden ihren Erlebnisbädern (baff Eberswalde, Schwapp Fürstenwalde und eau-le Lemgo; das Spaßbad Westerwelle im Westerwald ist noch nicht umgesetzt).

Der aktuelle Beitrag befasst sich mit regionalen Wurstspezialitäten und ihren schönen Namen:


Augenweide und Grafik-Inspiration: Schöne Briefpapiere

Hier publiziert am 17. Januar 2010 | Schlagwort(e): , | Den ersten Kommentar schreiben »

Vergilbt und doch ganz modern, kühn gestaltet oder historisch interessant: auf der Site Letterheady kann man sich alte und neue, in jedem Fall bemerkenswerte Briefpapiere ansehen. Einige davon:

▲  Wow. Dieses Selbstbewußtsein. Als TV noch was galt.
Tonight ist die Mutter aller Late-Night-Shows.


▲  Felix the Cat war die erste Cartoonfigur, die auch zum Kinostar wurde.


▲  Froschgrün und keck wie Kermit: die Muppets-Produzenten Henson Associates.


▲  Scientology California. An die Kategorie “so schlecht, dass es
schon wieder gut ist” habe ich eigentlich noch nie so recht geglaubt.


Woher stammt das Bild? Bildquellen online suchen

Hier publiziert am 2. November 2009 | Schlagwort(e): , , , | 3 Kommentare »

Microstock-Portale - diese Bilddatenbanken, wo man sich gegen kleines Geld oder gratis Bilder herunterladen kann - gibts inzwischen zuhauf. Die Chancen, dass man dort das passende Bild für das eigene aktuelle Projekt findet, ist groß. Aber was ist, wenn man woanders - beispielsweise auf einer fremden Website oder im eigenen, unaufgeräumten Download-Ordner ein Foto sieht und wissen will, wo es herkommt? Oder umgekehrt, wenn man als Fotograf Bildklauern auf die Schliche kommen will?

TinEye, die umgekehrte Bildsuchmaschine, hilft weiter. Man lädt ein Bild vom eigenen Rechner hoch oder kann einen Bildlink eingeben. Nach einer kurzen Wartezeit lässt einen die Bildsuche wissen, woher das gesuchte Foto stammt. Klappt nicht bei jedem Bild, aber doch bei vielen. Und da die Benutzung kostenfrei und unkompliziert ist, lohnt sich der Versuch allemal.

Edit: Es gibt auch ein Firefox-Add-on für die Bildquellensuche mit TinEye.

(Nach dem Break folgen Details.)

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Statt Comicfreitag: Word Perhect

Hier publiziert am 30. Oktober 2009 | Schlagwort(e): , | Den ersten Kommentar schreiben »

Heute gibts keinen selbstgemalten Comic, dafür aber den Hinweis auf ein reizendes Spielzeug …

Word Perhect ist eine internetbasierte Textverarbeitungs-Applikation und liegt damit voll im Trend. Anders als der Name suggeriert, orientiert sich die Anwendung nicht am alten WordPerfect (das war bis Anfang der Neunziger mal die Textverarbeitungssoftware, bis Microsoft mit Windows und Word auf den Plan trat), sondern geht noch weiter zurück. Vielleicht kann sich der eine oder andere noch an diese altertümliche Methode erinnern, man nannte das damals einfach “notieren” oder “aufschreiben” und kombiniert das mit dem allgegenwärtigen “Word” (die Microsoft-Variante, ohne “Perfect”). Die Benutzung von Word Perhect ist recht einfach zu erlernen.

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Manche Pixel sind gleicher

Hier publiziert am 26. Oktober 2009 | Schlagwort(e): | 2 Kommentare »

Das Blog Very Important Pixels benutzt benutzte früher mal dasselbe Theme wie ich - Clean Home - vor allem aber kann man da eine neue Form von Prominentenkarikatur sehen. (Bei Karikaturen gehts ja bekanntermaßen um Vereinfachung plus Wiedererkennbarkeit.) Designer Kristof Saelen reduziert berühmte Rapper, berühmte Blondinen, berühmte Regisseure und andere Celebrities auf rund 200 Pixel hohe Klötzchengrafiken. Großartig etwa die Sopranos, auch wenn ich Tony etwas zu dünn finde. Dafür sind Junior und Paulie sehr gut geraten. Das Wiedererkennen der bunten Pixel-Promis macht in jedem Fall viel Spaß!

Aktuell: Merkel und sieben ihrer Amtskollegen. Ihr greisgrämiger Gesichtsausdruck lässt sich erstaunlich gut abstrahieren.


Beeindruckendes Mini-Preview: Photoshop CS5

Hier publiziert am 5. Oktober 2009 | Schlagwort(e): , | Ein Kommentar »

John Nack, der bloggende Adobe-Product-Manager zeigt in seinem auch sonst sehr interessanten (nun ja, für Leute wie mich interessanten) Blog ein kurzes Sneak-Preview. Gezeigt werden drei spektakuläre Neuerungen in Photoshop CS5.

Hier klicken. Das Video dauert 5′22.

Digitale Farben verhalten sich beim Malen nun wie echte Malfarbe, sie trocknen an den Rändern aus und können direkt im Bild mit anderen Farben vermischt werden.

Und es gibt viel mehr Pinseleigenschaften - auch der digitale Pinsel wird seinen Real-Life-Vorbildern viel viel ähnlicher. An die Grafiktabletts!

Außerdem soll es eine neue Verzerrungs- und Verformungsfunktion geben, mit der sich viel gezielter arbeiten lässt als mit dem bisherigen Verflüssigen-Tool. Der berühmte und tolle Photoshop-Spezialist Scott Kelby hat in dem Video einen lustigen Auftritt als Referee und performt (wieder Willen) die Choreographie von YMCA.

Das bedeutet für mich bald das Update von 3 Kilo Buch zu schreiben. Seufz.

Das Foto oben stammt übrigens aus der kleinen, aber feinen Gratis-Bilddatenbank dieblen.de. Fotografin Nicole Zimmer hat mir netterweise erlaubt, Ihre Bilder in meinen Büchern zu verwenden, wofür ich wirklich dankbar bin - tolle Fotos! Makros, Alltagsgegenstände aus ungewohnten Perspektiven, ein frischer Blick auf die bunten Seiten der Welt.


Getürktes Bildmaterial

Hier publiziert am 24. September 2009 | Schlagwort(e): , , | Den ersten Kommentar schreiben »

Wenn ich Screenshots für Software-Bücher und -Anleitungen mache, mogle ich manchmal ein klein wenig mit Photoshop. Zum Beispiel, wenn ich ein Feature darstellen muss, dass es in der aktuellen Entwicklungsversion, die mir zur Verfügung steht, noch nicht gibt. Im großen Stil Screenshots zu faken, lohnt sich nicht - es ist zu aufwendig und man muss höllisch aufpassen, dass man nicht Dinge im Bild hat, die die Nutzer verwirren (weil es sie so gar nicht gibt). Aber manchmal komme ich eben nicht drum herum.

Anscheinend muss auch die Grafikabteilung von IKEA ab und zu Möbel darstellen, die es noch gar nicht gibt und bekommt dafür nur sehr ungenaue Vorgaben. Oder, was glaubt ihr, wie der Sessel “PS Selma” in Wirklichkeit aussieht? So doch wohl eher nicht. Knapp 300 Euro finde ich jedenfalls ein bißchen zu teuer für ein Stoffmusterbuch auf vier Beinen.


Der, die, das Bokeh?

Hier publiziert am 24. September 2009 | Schlagwort(e): , , | Den ersten Kommentar schreiben »

Ich bin Autorin und Texterin. Naturgemäß habe ich viel mit Wörtern zu tun. Das war eine kluge Berufswahl, denn Wörter gefallen mir. Als ich einigermaßen schreiben konnte, habe ich Listen mit Wörtern angefertigt, deren Klang mir gefiel. Ich streite mich manchmal um Bedeutungsnuancen. Ich suche immer den genauesten Begriff. Mein Wortschatz ist möglicherweise etwas größer als beim durchschnittlichen deutschen Muttersprachler.

Aber manchmal finde ich Wörter, die ich weder aktiv noch passiv beherrsche. Was ist der, die oder das Bokeh? Nein, nicht die Schreibweise für “Bouquet” nach der fünften Rechtschreibreform. Sondern was Fotografisches.

Mehr gibts nach dem Break. Ja, weiter »