“Visual Journalism” - Englischsprecher, ihr habt’s gut

Hier publiziert am 8. Juni 2010 | Schlagwort(e): , , | 2 Kommentare »

Dies ist ein Blogpost mit gleich drei Sujets: ein bißchen Sprachkritik, ein bißchen Bericht von meinem Schreibtisch und eine Buch- und Linkempfehlung. Eigentlich soll man Botschaften ja immer schön fokussieren etc., aber da ich die Herrin in meinem eigenen (Blog)haus bin, mach ich das einfach mal so und serviere euch einen Themeneintopf.

Manchmal beneide ich alle, deren Muttersprache Englisch oder Amerikanisch ist. Einige Begriffe sind da einfach treffender, voller und zeitgemäßer. So gibt es Graphic Novels anstelle der - ja, was? Comicromane? Und Infografik heißt Visual Journalism. Bei “Infografik” denkt man ja sofort an dröge Tortendiagramme und fade Balkengrafiken. Der Begriff Visual Journalism klingt nicht nur viel sexier und spannender und relevanter, er gibt auch viel besser die komplexe Arbeit eines Infografikers wieder - wie ich weiß, seit ich Jan Schwochow, den Chef der berühmten Agentur Golden Section Graphics im vergangenen Jahr mal interviewen durfte (der Artikel erschien in der Special-Interest-Zeitschrift Illustrator Aktuell/Service und ist leider nicht online zu sehen). Und wie ich darauf komme? Ich lese und betrachte gerade das tolle Buch The Visual Miscellaneum: A Colorful Guide to the World’s Most Consequential Trivia des Briten David McCandless. Wer sich auch nur im entferntesten für a) Gestaltung b) Infografik und c) Trivia interessiert, wird viel Freude daran haben. Der Autor hat auch eine Website, sie hat den schönen Titel Information is Beautiful, dort kann man sich selbst davon überzeugen, dass, ja, Information etwas sehr Schönes ist.


Das schönste Vogelbuch - Making Of

Hier publiziert am 7. April 2010 | Schlagwort(e): , , | 2 Kommentare »

Patricia vom Blog Lifestyle Bunny machte mich netterweise darauf aufmerksam, dass zu Andrew Zuckermans Buch “Bird” ein Making-Of-Video bei Youtube existiert. Er lässt die Tiere tatsächlich vor einer weißen Hohlkehle flattern, Studiolicht, Reflektoren usw. inklusive.

Nun fehlt nur noch der Hinweis “No animals were harmed in the making of this book” (or were they?) und die Outtakes hätte ich auch gerne gesehen. Gibt es ein spezielles Reinigungsmittel, um Vogelverdauungsprodukte von Fotoausrüstung zu entfernen?


Das schönste Vogelbuch

Hier publiziert am 30. März 2010 | Schlagwort(e): , , | 5 Kommentare »

Vielleicht bin ich manchmal ein bißchen zu freigiebig mit Superlativen. Hier bin ich mir jedoch ganz sicher, dass er gerechtfertigt ist. Das allerbeste, wunderbarste Vogel-Fotobuch hat den einfachen Titel “Bird” und ist von Andrew Zuckerman. Bei amazon ist der rund 300 Seiten starke Band derzeit für knapp 36 Euro zu haben (bisher kostete er über 70). Er zeigt die Vögel nicht in ihrem natürlichen Habitat, sondern in knackiger Schärfe und klaren Farben auf weißem Hintergund. (Ich würde mich mit Andrew Zuckerman gerne mal über Freistellungstechniken in Photoshop unterhalten, ich denke, er hat darüber viel zu sagen …)

Auf der auch unglaublich schönen Website zum Buch kann man sich einen ersten Eindruck verschaffen.

Das Bild unten habe ich von besagter Website gemopst. Rein vorsorglich weise ich darauf hin, dass die Verwendung des Bildes hier im Blog total unkommerziell und rein privat ist. Das Foto zeigt einen Buntfalken (Falco sparverius), auch bekannt als Amerikanischer Turmfalke.

PS: Erst jetzt fällt mir auf, dass die Ästhetik der Zuckerman’schen Tierporträts ziemliche Ähnlichkeit mit den Aquarellen und Guachen von Walton Ford in der aktuellen Berliner Ausstellung Bestiarium hat. Natürlich tritt Zuckerman eher mit einem dokumentarischen Gestus an und Walton Ford zitiert Historisches, und will verstören. Aber der staunende und detailbesessene Blick auf die (Tier-)Welt, der ist sehr ähnlich. Und auch das Kataloghafte, Ordnende. Bei Zuckerman einfach so, bei Ford als Zitat einer Epoche, in der die Pflanzen und Tiere, ja, vermutlich überhaupt die Welt, erforscht und katalogisiert wurden. Und trotz ihrer “modernen” Anmutung haben auch Zuckermans Fotos etwas stark Allegorisches. etc pp.


Für reisende Buchnarren: Buchtaschekuschelkissendings

Hier publiziert am 24. März 2010 | Schlagwort(e): , | 2 Kommentare »

We translate desires into products by observing people’s lifestyles behauptet das in Berlin agierende Designkollektiv Kix. Mit Ihrem Objekt Kissen haben sie meinen Geschmack schon mal gut getroffen - Kissen ist eine weich gepolsterte Buchhülle, in der sich die Lektüre eselsohrenfrei in Autos, Zügen, Flugzeugen transportieren lässt. Während des Lesens kann man das Buch bequem auf dem gepolsterten Futteral ablegen. Und auch das müde Haupt, wenn die Reise zu lang oder die Lektüre zu langweilig wird.

▲   Das Kix-Kissen ist 1000 Mal schöner als die unansehnliche Leselotte.


Dick Francis ist tot.

Hier publiziert am 14. Februar 2010 | Schlagwort(e): | Den ersten Kommentar schreiben »

89 ist er geworden, der Hindernisjockey und Bestseller-Autor Dick Francis.

Ich bin ehrlich betrübt. Seine Bücher spielen durchweg im Rennpferdemilieu,
sie haben meist etwas stille, unglaublich tapfere Helden und ich mag sie sehr.


Lob der Quitte

Hier publiziert am 27. Oktober 2009 | Schlagwort(e): , | 6 Kommentare »

Lesen.

PS: Falls jemand im Raum Berlin ein paar Apfel- oder Birnenquitten dringend loswerden möchte: ich nähme sie. Bitte einfach in die Kommentare schreiben.


Für Buchnarren mit Humor: Das Self Shelf

Hier publiziert am 7. Oktober 2009 | Schlagwort(e): , , | Den ersten Kommentar schreiben »

Wo ist das Buchregal? Das Self Shelf tarnt sich als Buch, wird unsichtbar an der Wand befestigt und ist - einmal mit Büchern beladen - trotz des Titels “Ceci n’est pas un livre” nicht mehr zu sehen.

Ich habe seit einiger Zeit ein Self Shelf in Betrieb, es ist erstaunlich stabil! Und wirklich sehr schön.

Self Shelves gibts in verschiedenen Farben, Größen und Titeldesigns. Bestellen kann man sie bei Dutch by Design, einem englischen Versand für Designerschnickschnack.

Weitere Buchaccessoires bei textanfall? Klick!


Buchfeeling für E-Book-Reader

Hier publiziert am 28. September 2009 | Schlagwort(e): | 6 Kommentare »

E-Books gelten als nüchtern, unsinnlich. Hartgesottene Bücherleser befürchten, dass ihnen das haptische Element beim Lesen fehlt. Nun wurde ein E-Book-Enhancer entwickelt, mit dem schon einmal der Geruch herkömmlicher Druckwerke auch auf E-Book-Readern simuliert werden kann.

Smell of Books™ gibt es bisher in fünf  Aromavarianten - vom klassischen Duft neuer Bücher über Antiquariatsmuff bis zu einer romatischen Veilchen-Pferdeduft-Mischung speziell für Austen-Fans (”Scent of Sensibility”).

Der E-Book-Enhancer kommt in einer handlichen Taschensprühdose. Er ist einfach in der Anwendung und kompatibel mit den meisten E-Book-readern und -Dateiformaten sowie mit Digital-Rights-Management-Systemen. Mehr Infos gibt’s beim Hersteller.

Eher ernst gemeinte Meldungen und Neuigkeiten rund ums elektronische Lesen gibt es übrigens in Ansgar Warners Blog-Magazin E-Book-News. Informativ und empfehlenswert!


Buchnarren-Möbel: Ungewöhnliche Regale

Hier publiziert am 28. Juli 2009 | Schlagwort(e): , , | 2 Kommentare »

Diese süße umfunktionierte Milchkiste würd ich gerne adoptieren.Wer hier öfter liest, weiß, dass die Autorin seit Kindesbeinen eine unersättliche Buchverschlingerin ist. In dieser Eigenschaft interessieren mich natürlich auch Objekte rund ums Buch.

Im englischsprachigen Bookshelf-Blog trägt Alex, ein Journalist aus Hertfordshire (UK) Fotos und Berichte über  ungewöhnliche und schöne Bücherregale zusammen. Und er gräbt wirklich tolle Stücke aus, Möbel, die nicht in jedem besseren Designkatalog zu finden sind. Jeden Monat kommen da rund 20 Beiträge und Regale zusammen. Ich weiß gar nicht, was mir besser gefällt: die schönen Möbel oder die sympathische Themenauswahl.

Wie einem wird, wenn man das im verkaterten Zustand betrachtet, wage ich mir nicht vorzustellen.

Der vorige Buchnarren-Beitrag hier im Blog: Bücherwürmer zum Kuscheln.


Ich bin ein Lösungswort

Hier publiziert am 8. Juli 2009 | Schlagwort(e): | 2 Kommentare »

Als junger Mensch ahnt man ja in den meisten Fällen noch nicht, was man später werden will. Ich z.B. wollte im Alter von ungefähr fünf Sprechstundenhilfe werden, weil ich dachte, die müssen bloß immer “Der Nächste, bitte!” sagen. Dass es beruflich nun anders gekommen ist, finde ich jedoch positiv.

Seit einigen Tagen bin ich zusätzlich zu meiner Kern-Qualifikation als Texterin und Autorin noch etwas anderes, nämlich Preisrätsel-Lösungswort: Die Online-Fotoplattform lens-flare.de verlost drei Exemplare meines dicken Photoshop-Buches. Um eines zu gewinnen, muss man den Autorennamen (also meinen) in die Kommentare schreiben, oder was zum Buch bloggen oder twittern.

Also, BildbearbeiterInnen und Photoshop-Wannabes, ran an den Speck und die Tasten. Zur Verlosung bitte hier lang. Die Verlosung läuft noch bis zum 21.07.2009,  23:59 Uhr.