❧  textanfall

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Tag "Ausgehen Essen gehen"

Ein Ausgehtipp für Berlin. Obwohl, was heißt Tipp? Befehl. Ausgehbefehl. Dienstag, also morgen, am 27. Juli (so ab halb elf), spielt ein Freund von mir, nämlich der unglaublich nette und musikalische und mitreißende Eric Eckhart in Berlins Ami-Hangout, dem White Trash Fast Food, aber das darf er, denn er ist auch einer und gehört da sozusagen hin. Und die Musik passt auch sehr gut an diesen Ort. Anlass: er hat sein neues, das zweite, Album draußen. Hörschnipsel im Video. Und bitte sagt nicht, ihr hättet’s nicht gefunden: Wegbeschreibung.

Embrace your inner Hillbilly and come eat loads of
fried food and listen to a night of musical delights!

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Schlemmen. Yr up to it?

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Im Schöne-Dinge-Blog texterella ruft Susi Ackstaller zur Blogparade und fordert die Preisgabe von Schönheitsgeheimnissen. Gerne doch, Madame, ich fühle mich geehrt. Und schreibe:

Frauen sollen und wollen Göttinnen sein, wenigstens ab und zu (wie es sich mit den Männern verhält, weiß ich nicht so genau). Doch wenn man sich auf dem Weg zum göttinengleichen Dasein von der verschönernden Industrie führen lässt, erscheint er unbezwingbar: Nagelhäute müssen erweicht und zurückgestoßen werden, grauenvoll riechende Enthaarungskrem wird aufgetragen und samt der chemisch aufgeweichten Haare weggeschabt, Schlamm, Salz, Öl und Nanoteilchen sollen die Haut abreiben oder nähren, unbotmäßige Gerüche gehören gebändigt, trockene Haarspitzen versiegelt und Falten gesalbt. Wer durch kosmetische Riten zur Göttin werden will, muss durch die Niederungen des Organischen, der Unzulänglichkeit, der unzügelbaren Lüste und Schwächen (in Gestalt von „Problemzonen”). Das klappt doch nie! Hinter jedem Tiegel eine weitere Schwachstelle – das zieht runter, nie war der Olymp weiter entfernt.

Wirkliche Schönheitsgeheimnisse sind einfach und führen nicht durch erdenschwere Jammertäler sondern geradewegs zu Wohlbehagen und Unbesiegbarkeitsgefühl. Ich habe deren drei.

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Wer per Rad oder Auto durch die Brückenstraße – die garstige Magistrale des Rungekiezes – fährt oder gar am U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße aussteigt und dabei den Ausgang mit der ekligen Pommesbude erwischt (man bekommt schon vom Einatmen fettiges Haar – würg), ahnt nichts von den charmanten Seiten dieses Viertels. Dazu gehört auf jeden Fall die Caffeteria Ponte Carlo in der Brückenstraße, Ecke Rungestraße, direkt gegenüber von meinem Büro.

Das Ponte kommt dem Ideal der italienischen Bar näher als alle lifestyligen Kaffeebuden im schicken Prenzlauer Berg. Man bekommt die einschlägigen Kaffeespezialitäten, selbst gebackenen, oft sehr guten Kuchen (Crostata, die italienische Version der Tarte, Brownies und Cheesecake), eine kleine Auswahl an Mittagsgerichten und manchmal eine gehörige Portion Chaos.

Cheffe ist ein polyglottes Schlitzohr, kocht alles frisch – deswegen muss man immer ein bißchen warten – manchmal geht bei Bestellungen etwas schief, aber insgesamt ist es lecker und unterhaltsam dort. Es gibt W-Lan, gute Musik und man kann in Neon, Gala oder alten Spexen blättern. Und Wein – vor allem aus der Gegend um Asti – Espresso, Pasta und Kekse kann man in guter italienischer Qualität für billiges Geld auch zum Mitnehmen kaufen. Manchmal finden abends Weinproben statt.

Ponte Carlo – Caffeteria & Delicatezze
Brückenstraße 4 | 10179 Berlin (Mitte)

Öffnungszeiten 7:30 – 22 Uhr

Im Internet kann man sich die Tageskarte angucken.

Die Tageskarte hat einen ausgeprägten italienischen Akzent!

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Ursprünglich war das mal ein Text für Qype. Gewidmet all jenen, die hungrig über den Alex irren und nicht in einem der schrecklichen Imbisse am S-Bahnhof einkehren wollen.

Die “Trattoria Piazza Rossa” am Alexanderplatz – in dem Hochhausriegel rechts vom Roten Rathaus – scheint erfolgreich zu sein. Vor einiger Zeit zog man mit dem Restaurant von der Gebäudeecke ein Stückchen weiter nach rechts. Das neue Lokal ist riiiie-sig. Ich wundre mich, dass die Gerichte warm am Tisch ankommen, obwohl die Kellner nicht auf Rollschuhen servieren.

Auf den ersten Blick wirkt das Lokal etwas seelenlos, auf den zweiten auch. Im Sommer kann man aber ganz nett draußen sitzen. Die Küche ist ohne Überraschungen, doch zuverlässig. Die Trattoria soll mit dem “Il Casolare” an der Admiralsbrücke zusammenhängen, der Charakter ist aber ganz anders, viel cleaner und (angenehm!) nicht so wuselig. EDIT:Trattoria & Il Casolare haben nichts miteinander zu tun! Die Pasta schmeckt prima, das Vitello Tonnato (einmal getestet) war lecker. Die Pizza ist brauchbar, interessante Sorten gibt es und groß sind die belegten Teigfladen auch. Der anschließend dringend notwendige Espresso war allerdings lausig, sauer und ohne Crema.

Der Service ist freundlich, aber leider besonders Mittags etwas langsam und verpeilt, das habe ich schon mehrfach feststellen müssen. Dumm, denn mit speziellen Mittagsangeboten versucht man Büroarbeiter aus der Nachbarschaft anzulocken. Die wollen schnell zurück zur Arbeit und beißen ungeduldig in die Tischkante, wenn sie 15 Minuten auf die Rechnung warten müssen. Neuerdings haben die Kellner aber alle smarte Handhelds, vielleicht wird’s jetzt besser.

Doch trotz allem: Man kann da durchaus hingehen, wenn man grade in der Ecke ist.

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“Ein Drama shakespear’scher Dimension” nannte Regisseur Peter Dörfler bei der Berlinale-Premiere den Stoff seines Dokumentarfilms. Er übertreibt nicht: Norbert Witte, ein Schausteller, der mit seiner Familie und seinem Unternehmen schon durch einige Höhen und Tiefen des Lebens gegangen ist, übernimmt nach der Wende das Gelände des Spreeparks in Berlin-Treptow. Das Projekt seines Lebens. Er baut das Unternehmen im großen Stil um und auf und scheitert schließlich grandios. Bei Nacht und Nebel verlässt er mit seiner Familie und den Fahrgeschäften Berlin und setzt sich nach Peru ab.

Ein Neuanfang dort will nicht gelingen. Der Zoll hält einige Fahrgeschäfte zurück, die funktionierenden spielen Schulden ein. Als das Geld kaum mehr für Essen reicht, gehen Ehefrau und Töchter zurück nach Deutschland. Vater und Sohn bleiben. Der Plan, 180 Kilo Kokain im Gestänge eines “Fliegenden Teppichs” nach Deutschland zu schmuggeln und so den brachliegenden Spreepark wieder flott zu machen, fliegt auf.

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Auch wer nur auf sein Computerkeyboard einschlägt, muss ab und zu was essen. In meinem Bürokiez gibt es zahlreiche Möglichkeiten zum Essenfassen. Diese Berliner Ecke an der Grenze von Mitte und Kreuzberg ist tagsüber ein veritabler Tummelplatz für Medienmenschen, Freelancer und andere Kopfarbeiter – die Lunch-Infrastruktur ist entsprechend gut. Nachts zieht hier die Clubcrowd rum – aber das ist eine andere Geschichte …

Wer gerne gesund und gut speisen will, geht ins Suppengrün. Man isst im Stehen, wird nett und flott bedient und belastet den Organismus nicht zu sehr. Will sagen: das Essen ist leicht und frisch gemacht und man kann danach an den Schreibtisch zurückkehren, ohne ins Verdauungskoma zu fallen.

Lecker ist es meistens, und man lernt Suppenkreationen aus aller Herren Länder kennen. In der Küche wird manchmal etwas zu wild gewürzt: Aus den Kokosmilch-Curry-Kreationen muss man Zitronengrasstängel und Blätter in Massen rausangeln, außerdem findet sich das trendige Asia-Laub durchaus auch in europäischen Standardsuppen! Gemüsesuppen enthalten immer sehr viel grob zerhackten Stangensellerie (praktiziert der Koch Kung-Fu-Übungen und zerlegt den Sellerie mit dem Schwert?) .

Jede Woche gibts eine neue Suppenauswahl, die Wochenkarte steht auch im Internet. Allerdings sind die Suppenpreise gesalzen: Um die vier Euro fünfzig für ein kleines Terrinchen Suppe? Uneingeschränkt empfehlenswert sind die obstigen Tartes, die auch wirklich recht günstig sind. Der Kaffee ist auch gut. Und die Salatauswahl ist fabulös! Hier stimmt auch das Preis-Leistungs-Verhältnis. Trotz des Namens sind eigentlich die Salate – nicht die Suppen – das Highlight dieses Lunchladens.

Suppengrün
Inselstraße 1a
10179 Berlin (Mitte)

Öffnungszeiten:
Montag – Freitag 08:00 h – 18:00 h
Zwischen eins und zwei ist die Schlange am längsten.

Verkehrsanbindung:
U2 Märkisches Museum oder U8 Heinrich-Heine-Straße mit ca. 5 Minuten Fußweg

Bild: only_point_five via Flickr, Foto steht unter Creative-Commons-Lizenz, für Nutzungsbedingungen klicken.

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Es wird wärmer und die Zeit der Umlandausflüge ist da. Königs Wusterhausen (vulgo “KW”) liegt grade noch innerhalb des S-Bahn-Rings (Endstation der S 46), es ist ein ganz ansehnliches Örtchen, man kann in der Gegend schön spazieren, sich ein Schloss und ein Radiomuseum ansehen, im Herbst gibts rundum Pilze und im Sommer die Tonseen zum Baden. Ein lohnendes Ausflugsziel also. Aber Königs Wusterhausen weckt nicht grade hohe Erwartungen hinsichtlich kulinarischer Genüsse: Schon der S-Bahn-Vorplatz empfängt einen mit einer grässlichen Imbissbude (samt jungen männlichen Tarnfleck-Trägern). Doch dann kam’s bei unserer letzten Umland-Exkursion ganz anders…

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