❧  textanfall

Auch bei Hamsterkäufen verantwortungsbewußt konsumieren!

Das winterliche Tief Daisy rollt heran und alle sind in gewaltiger Aufregung: die B.Z. prophezeit 40 cm Neuschnee für die Nacht von Freitag auf Samstag, der Berliner Senat hat Gas- und Stromdienstleister aufgefordert, ihren nichtzahlenden Kunden den Saft erstmal nicht abzudrehen, die S-Bahn bereitet sich bestimmt schon wieder auf weitere “umfangreiche Betriebseinschränkungen” vor und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ruft die Bürger zu Hamsterkäufen auf.

Bei aller Dramatik möchte ich nun dazu auffordern, das Wohl der Hamster nicht völlig aus den Augen zu verlieren. Aufzucht und Haltung in industriellen Hamster-Batterien und der Hamsterverkauf in ungeeigneten Behältnissen sind nicht tiergerecht, sondern schlichtweg barbarisch.

Hamster im Schraubglas bleiben nicht länger frisch als lose Hamster.
Anbieter, die eingeweckte Hamster verkaufen, gehören boykottiert!

2 comments
  1. Julia says: 8. Januar 201019:20

    Der erfahrene Hamsterhalter weiß allerdings, dass Hamster ganz allgemein nicht lange frisch bleiben, sondern schon nach kurzer Zeit durch unangenehme Geruchsentwicklung auffallen. Ganz zu schweigen von quietschenden Hamsterrädern, Hamstermisstimmung am Tage (Hamster sind nachtaktiv!) und der sicher auch dräuenden Hamstergrippe, gegen die dann flächendecken geimpft werden muss. Was soll das denn für eine Katastrophenhilfe sein?

  2. Sibylle says: 8. Januar 201019:24

    Gute Frage. Vielleicht wenn man mehrere Hamster um sich schart, wegen der Wärmeleistung? Oder dass es die menschliche Seele auch im schlimmsten Schneesturm erquickt, wenn man so ein Puscheltier streichelt? Oder – oh Schreck – als Notvorrat (Hamster im Reisrand)?

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