Ich arbeite freiberuflich, meistens alleine und oft auch kreativ. Deswegen sind In-den-Fluss-Kommen, Arbeitsmotivation und überhaupt das Herstellen des Zustandes, in dem ich gut arbeiten kann, für mich sehr wichtige Themen. Latent habe ich das immer im Blick, ich sehe mir selbst immer ein bisschen beim Arbeiten zu. Und das schon seit vielen Jahren. Dabei sind mir ein paar Sachen aufgefallen:
- Der Drang zur Perfektion hemmt. Ungemein. Schafft man es, sich davon zu befreien – und zwar wirklich (nicht denken: um perfekt zu sein, muss ich nur meinen Perfektionismus abstreifen) – fluppt die Arbeit fast von selbst. Ein Mittel dazu ist, sich selbst immer wieder die Erlaubnis zu geben, irgendwas ganz Unperfektes zu machen. (Na gut, das ist nicht besonders weise, das steht in jedem Produktivitätsbuch auf der dritten Seite. Aber ich lese gar keine Produktivitätsbücher. Und es ist wirklich was Anderes, wenn man die Erfahrung am eigenen Leib macht.)
- Ich weiß nicht, ob wirklich jeder Mensch kreativ ist, wie immer gern behauptet wird. Vielleicht jeder Mensch ein bisschen, und manche etwas mehr? Ich habe aber beobachtet, dass kreative Tätigkeit auf einem Gebiet auch woanders Kreativität freisetzt. Wenn ich mit Freude einen alten Stuhl mit Rosenmuster bemale, fällt auch das Schreiben hinterher leicht.
- Wenn das, was man unternimmt, um besser arbeiten zu können, auch nur eine Pflichtübung ist, hilft es nicht so gut. Arbeitsbefördernde Maßnahmen sollten Spaß machen.
Ich habe jetzt ein Tool gefunden, mit dem ich unperfekt kreativ bin und dessen Benutzung mir viel Freude bereitet. Ganz nebenbei kann ich es – wenn ich möchte – auch wirklich produktiv einsetzen. Es kostet 79 Cent (ein iPad sollte man schon haben) und heißt PenUltimate.

