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Zeitvertreib

Ich arbeite freiberuflich, meistens alleine und oft auch kreativ.  Deswegen sind In-den-Fluss-Kommen, Arbeitsmotivation und überhaupt das Herstellen des Zustandes, in dem ich gut arbeiten kann, für mich sehr wichtige Themen. Latent habe ich das immer im Blick, ich sehe mir selbst immer ein bisschen beim Arbeiten zu. Und das schon seit vielen Jahren. Dabei sind mir ein paar Sachen aufgefallen:

  • Der Drang zur Perfektion hemmt. Ungemein. Schafft man es, sich davon zu befreien – und zwar wirklich (nicht denken: um perfekt zu sein, muss ich nur meinen Perfektionismus abstreifen) – fluppt die Arbeit fast von selbst. Ein Mittel dazu ist, sich selbst immer wieder die Erlaubnis zu geben, irgendwas ganz Unperfektes zu machen. (Na gut, das ist nicht besonders weise, das steht in jedem Produktivitätsbuch auf der dritten Seite. Aber ich lese gar keine Produktivitätsbücher. Und es ist wirklich was Anderes, wenn man die Erfahrung am eigenen Leib macht.)
  • Ich weiß nicht, ob wirklich jeder Mensch kreativ ist, wie immer gern behauptet wird. Vielleicht jeder Mensch ein bisschen, und manche etwas mehr? Ich habe aber beobachtet, dass kreative Tätigkeit auf einem Gebiet auch woanders Kreativität freisetzt. Wenn ich mit Freude einen alten Stuhl mit Rosenmuster bemale, fällt auch das Schreiben hinterher leicht.
  • Wenn das, was man unternimmt, um besser arbeiten zu können, auch nur eine Pflichtübung ist, hilft es nicht so gut. Arbeitsbefördernde Maßnahmen sollten Spaß machen.

Ich habe jetzt ein Tool gefunden, mit dem ich unperfekt kreativ bin und dessen Benutzung mir viel Freude bereitet. Ganz nebenbei kann ich es – wenn ich möchte – auch wirklich produktiv einsetzen. Es kostet 79 Cent (ein iPad sollte man schon haben) und heißt PenUltimate.

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Wer hätte gedacht, dass in der U-Musikgeschichte der letzten 100 Jahre so viel gepfiffen wurde. Wer keinen Underberg mag, steigt erst bei 0’20 ins Video ein. Sehr lustig!

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Ich sehe überall Gesichter!

 

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Im Dauerloop: Console, “Upon”, vom Album “Herself” (2010 schon).

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Mein LCD-Soundsystem-Lieblingsstück. Nicht ganz neu, aber ich hab es grade wiedergefunden.

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Manchmal frage ich mich schon, ob ich nicht nach England auswandern soll. Denn sowas kommt da natürlich andauernd vor.

Danke an Simon für den Hinweis.

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Man sagt ja immer, die Jugend hätte sich hemmungslos den sozialen Medien ergeben und würde darob verrohen und verblöden . Das ist aber nicht so. Es gibt durchaus auch Kritik aus den Kreisen junger digital natives. Die zum Beispiel so originell und kreativ geäußert wird wie in dieser Performance. Viel Freude mit 4 Sekunden Video.

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Die Musik zum Video ist auch sehr schön, es handelt sich um das Stück Kule Kule (Orchestral Version) von Jherek Bischoff. Der Kerl, der diese Animation gebastelt hat, heißt Tim Wheatley. Er studiert Animation und hat auch schon einen Preis gewonnen. Und wer sich fragt, wie hat der das gemacht mit dem Fahrradfelgenfilm, kann auf das Cyclotrope-Blog klicken, da gibt es unter anderem verschiedene Making-Of-Filmchen. Sehr interessant.

Animationsfime zu machen ist ein ähnlicher Zeitfresser wie Comics zu zeichnen. Mir wird das Herz weit, wenn ich an all die Leute denke, die sowas mit stoischer Geduld und Blick fürs Detail und Begeisterung machen, und dabei oft nicht mal viel Geld verdienen – einfach so. Weils schön ist. Weil sies müssen. Oder unbedingt wollen. Herrlich.

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