Durcheinander sorgt für Sprachkreativität
Hier publiziert am 15. Dezember 2009 | Schlagwort(e): Kommunikation & Sprache |Das Sammeln von Wörtern war wohl der erste Hinweis darauf, dass ich irgendwas mit Sprache und Kommunikation am Laufen hatte. Schon im Grundschulalter machte ich Listen mit seltenen und interessant klingenden Wörtern, eine Gewohnheit, die ich lange beibehalten habe. Heute mache ich das nicht mehr, freue mich aber über seltene Funde.
Das Wort Durcheinander ist offenbar geeignet, besonders viele charmante Synonyme hervorzubringen. Langsam auf der Zunge zergehen lassen:
- Gewirr
- Tohuwabohu
- Tumult
- Wirrwarr, Wirrnis, Wirrsal
- Kladderadatsch
- Kuddelmuddel
- Pallawatsch (österr. umgangssprachlich)
- Ramasuri (bayr. und österr. umgangssprachlich)
- Lotterwirtschaft
- Schurrmurr (norddeutsch)
Laut Duden - Das Synonymwörterbuch, 4. Aufl. Mannheim 2007
Schön, oder?
Sehr schön!
Hätte noch ein halbgares “Gemengsel” einzuwerfen.
Aber ich hatte eigentlich auf einen Artikel dazu gehofft, wie physisches Durcheinander positiv auf sprachliche Kreativität wirkt. Tut es vielleicht aber einfach nicht.
Oh, Gemengsel ist auch schön! Danke!
Dass der Artikeltitel doppeldeutig ist, weiß ich. Das ist extra. (Um Leute wie dich auf das Blog zu locken.)
Ich glaube aber schon, dass irgendeine Form von Durcheinander mit Kreativität zu tun hat, und bestimmt ist die auch schon irgendwo beschrieben worden. Wenn man immer “alles” geordnet haben will, können doch keine Gedankenfunken entstehen.
Apropos Kreativität - fehlt da nicht noch das gute, alte Chaos?
Als Wortentsprechung, meinst du? Ja klar, das könnte man noch anfügen. Meine Liste ist ja nur ein Best-of. Allerdings finde ich schon, dass das gute alte Chaos als Begriff ein wenig überstrapaziert ist.
Ich hätte aus der Schweiz noch “Puff” (”das”, nicht “der”) anzubieten. Oder “Chrüsimüsi”. Aber das ist dann schon für Fortgeschrittene. ;-)
Ja, “Puff” gibts ja sozusagen auch im Italienischen: Che casino! Aber sagt Chrüsimüsi wirklich jemand?