Comicfreitag: Ja, ja, such is klive – so ist das Kleben

Hier publiziert am 9. Oktober 2009 | Schlagwort(e): | 7 Kommentare »

Manche meiner Comics sind derartig verschroben, dass sie kaum verständlich sind. Dieser hier zum Beispiel: Steinzeitmann klebt mit Tubenleim einen Stein an einen Ast, erschlägt einen Dinosaurier, verspeist ihn und am Ende erscheint ein Künstler des 20. Jahrhunderts.

Das Ganze nimmt Bezug auf ein Zitat von Kurt Schwitters:

Ja, ja, such is klife – so ist das Kleben.

Der hannoveraner Dadaist, Typografie-Erneuerer und Bürgerschreck in Schlips und Anzug war auch ein großer Collagist, was man wissen muss, um den profunden Witz dieses Ausspruchs voll würdigen zu können.

Na gut, hier also eine Hommage an Schwitters und natürlich ein Hinweis darauf, dass Klebstoff fürs kreative und sonstige Leben unverzichtbar ist. Ich bin mir allerdings sicher, dass sich Kurt Schwitters seinen Leim selbst gekocht hat (würg… wer einmal in einer Buchbindewerkstatt alter Schule war, weiß, dass das kein besonders tolles olfaktorisches Erlebnis ist).

Unter dem Tag Sibildchen publiziere ich in lockerer Folge – immer Freitags – von mir gefertigte Zeichnungen, Cartoons und Comics. Und unter Comix manchmal Wortbeiträge zu diesem Thema.


Schon 7 Kommentare zu “Comicfreitag: Ja, ja, such is klive – so ist das Kleben”

  1. #1 Petra schrieb um 17:06 am 10. Oktober 2009:

    Cool gezeichnet!
    Aber gut, dass du vorher die Erklärung geliefert hast :-)

  2. #2 Sibylle schrieb um 17:14 am 10. Oktober 2009:

    Ja, da hab ich mich etwas verstiegen …

  3. #3 Sibylle schrieb um 17:17 am 10. Oktober 2009:

    Ich finde es auch schwierig, Geschichten zu erfinden, die sich zeichnerisch gut umsetzen lassen. Das Zeichnen selber geht ja noch! Ist aber bei Comics nur die halbe Miete!! Ökonomischer zu zeichnen und bessere Stories wäre in meinem Fall besser.

  4. #4 Petra schrieb um 17:44 am 10. Oktober 2009:

    Das ist vermutlich ebenso schwierig, wie sich in der Prosa kurz zu fassen oder andere Texte auf den Punkt zu bringen. Aber mit Übung sollte es hinkommen.

  5. #5 Sibylle schrieb um 17:54 am 10. Oktober 2009:

    Es ist so ne Mischung aus Filmregie und schreiben. Man muss ja nicht nur narrativ was druff haben, sondern auch inszenieren können. Bilder, die funktionieren etc.

    Sehr gut macht das ja Mawil, den adoriere ich!
    http://www.mawil.net/
    Mawilcomix gibts übrigens jetzt auch für iPhone, falls du eines hast: http://kurl.de/oyefo

  6. #6 Petra schrieb um 19:05 am 10. Oktober 2009:

    Ja, Mawil ist witzig. Habe mir grad das eBook aufs iPhone geladen (klar hab ich eins, das MUSSTE ich haben *g*). Danke für den Tipp!

    Ich habe auf der Texttunes-Seite gelesen, dass er sich ein Atelier mit Fil teilt. Ich steh total auf Fil; hab ihn mal bei einer Buchpremiere erlebt. Eigentlich ist er noch schräger als in seinen Bühnenprogrammen ;-)
    Und Diddy&Stulle (Zitty) ist Kult. Wobei ich da manchmal schon den Eindruck habe, dass er auch gelegentlich Folgen zeichnet ohne ein echtes Konzept zu haben *g* Wobei wir wieder bei der Filmregie-Geschichtenerzählkunst wären :-)

    Sachma, hast du Lust auf einen gemeinsamen Zeichennachmittag / – Abend, so einfach aus Quatsch?

  7. #7 Sibylle schrieb um 19:49 am 10. Oktober 2009:

    Dacht ich mir doch, dass du dem kleinen viereckigen Apfel-Gadget huldigst ;)

    Zeichenabend/-nachmittag klingt gut. Näheres via Mail & Tele-i-phone, okay?


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